Die Ruhe nach dem Sturm? Orkan “Emma“ hinterlässt nach seinem Abstecher in Deutschland und anderen europäischen Ländern ein regelrechtes Trümmerfeld. Mindestens neun Menschen sind an den Folgen des Unwetters zu Tode gekommen. 

Zwar soll es auch am Sonntag noch stürmisch bleiben, aber Böen der Stärke 12 und Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde werden wohl kaum mehr erreicht werden. Am Samstag hatte der Orkan ganze Häuser abgedeckt, Schilder und Werbeplakate umgerissen, Bäume umgehauen und Straβen unpassierbar gemacht. An der Nordsee wurden Sturmfluten verzeichnet. Im Süden des Landes kam es zu Hagelschauern, Schnee, Gewitter und Überschwemmungen. Chaos pur. 

Todesopfer gab es in Deutschland, Tschechien und Österreich, darunter auch zwei deutsche Urlauber. “Wäre der Orkan an einem Wochentag aufgekommen, hätten wir wohl mehr Opfer zu beklagen”, so ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. Die meisten Menschen konnten Zuhause bleiben und mussten sich nicht der Gefahr im Freien stellen. Unter freiem Himmel krachten immer wieder Bäume auf Autos und Bürgersteige. Man kann sich lebhaft ausmalen, was an einem normalen Arbeitstag hätte passieren können. 

“Dramatisch” sei Emma trotzdem gewesen, so die einhellige Meinung zahlreicher Experten. “Emma” war aber nicht so verheerend wie “Kyrill”. Der Orkan hatte sich vor einem Jahr mit rund 200 Kilometern pro Stunde durch Europa gepeitscht und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Elf Menschen kamen damals in Deutschland um, insgesamt 47 Todesopfer waren in ganz Europa zu beklagen.