Verurteilte Madrid-Attentäter treten in Hungerstreik

Dies berichtete die spanische Zeitung „El País“. Damit wollten sie gegen die „ungerechten“ Urteile protestieren, die am Mittwoch verhängt worden waren, hieß es weiter. Insgesamt waren 21 Drahtzieher des Attentats zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Bei den Anschlägen auf zahlreiche Vorortzüge waren vor dreieinhalb Jahren 191 Menschen getötet worden, mehr als 1800 wurden verletzt.

Unter den Hungerstreikenden seien auch die beiden für die Anschläge hauptverantwortlichen Marokkaner, die mit 42.922 Jahren und 42.924 Jahren die längsten Haftstrafen erhalten hätten. Absitzen müssen sie wegen der  Strafvollzugspraxis davon voraussichtlich jeweils 40 Jahre. Die Verurteilten sitzen in verschiedenen Gefängnissen des Landes.