Verleumdungs-Klage gegen Journalisten der Zeitung “El Pais” von Gericht zugelassen!

Laut Informationen der russischen Agentur RAPSI (Russische Agentur der Rechts- und Gerichtsinformation) hat das Gericht des Bezirkes Ljublino Moskaus bereits im September des Vorjahres das Urteil gegen die Zeitung “El Pais” und den Journalisten José María Irujo wegen Verbreitung verleumderischer Gerüchte und Beschmutzung der Ehre und Würde von Wladimir Kokorew (Diffamierung) verkündet. Dieses Gerichtsurteil wurde im Zusammenhang mit der Reportage namens „Vorgeschobene Personen der Obiang Clique entlarvt„, die am 29. April des Vorjahres veröffentlicht wurde, gefällt. Der Unterzeichner der Reportage war José María Irujo. Der Reporter hat  Wladimir Kokorew und seine Familienangehörigen mit  Kapitalwäsche im Interesse mehrerer Topbeamten der Regierung Äquatorialguineas bis einschliesslich des Präsidenten Teodoro Obiang in Verbindung gebracht.

Laut Stellungnahme des Rechtsanwalts Kyrill Jaschenkow als Moskauer Interessenvertreter von Wladimir Kokorew basiert die durch José María Irujo verfasste Reportage auf Daten aus einem Bericht der spanischen Polizei, wo quasi festgestellt wurde, dass dieser angeblich „Riesengeld“ als vorgeschobene Person der Familie von Obiang gewaschen habe, wobei diese Schmutzgelder aus politischer Korruption in Äquatorialguinea stammen. Das spanische Innenministerium jedoch negiert diesen Tatbestand: Wladimir Kokorew mit seinen Familienangehörigen wurde in Spanien weder gerichtlich noch polizeilich verfolgt. Laut den spanischen Amtsbehörden gebe es keine kriminellen Merkmale bei unternehmerischen und beruflichen Tätigkeiten des Herrn Kokorew in Spanien. Laut dieser Stellungnahme von Kyrill Jaschenkow ist der Bericht von José María Irujo voll und ganz unsinnig, weil der Autor dort behauptet, Teodoro Obiang („einer der reichsten Weltdiktatoren“, so der Journalist) hätte Herrn Kokorew der Geldwäsche mit dem Zweck beauftragt, eine mehr als bescheidene Wohnung von 90 Quadratmetern in der Stadt Las Palmas auf der Insel Gran Canaria zu kaufen.

Herr Kyrill Jaschenkow sagt, er sei im Bilde, dass sein Mandant die Absicht habe, in Spanien gerichtliche Maßnahmen gegen den Journalisten Irujo einzuleiten. Nach Aussage des russisches Rechtsanwaltes paßt diese Sache genau in den allgemeinen Zusammenhang mit den letzten Massenmedienskandalen insbesondere rund um die britische Boulevardzeitung “News of the World” . Er sagt: „Der gute Ruf unschuldiger Menschen, die mit keinen Delikten zu tun haben, wird zu Gunsten von Interessen ruiniert, welche entweder mit dem Wunsch, mehr Zeitungen zu verkaufen, oder mit anderen wirtschaftlichen Belangen verbunden sind. Jedoch hat dies auf jeden Fall mit gesetzlichen Rechten auf glaubwürdige Informationen und Meinungsfreiheit nichts zu tun und zwar egal wo, weder in Russland noch Grossbritannien oder Spanien.“