Vergiftet? Vorsicht mit Sonnenblumenöl aus Spanien!

Wegen einer verunreinigten Lieferung Speiseöls aus der Ukraine hat die Europäische Kommission eine Warnung ausgesprochen. 

Frankreich habe die EU darüber informiert, dass am 23. Februar mit Mineralöl verunreinigtes Sonnenblumenöl ins Land eingeführt worden sei, sagte eine Kommissionssprecherin am Samstag in Brüssel. 

Die Ware gelangte demnach auch nach Spanien, Italien, Großbritannien und in die Niederlande. Ersten Untersuchungen zufolge gehe von dem Öl aber keine Gesundheitsgefährdung für Menschen aus, sagte die Sprecherin weiter. 

Die ukrainischen Behörden sollten bis Montag Informationen über das verunreinigte Sonnenblumenöl liefern.

In Spanien gab die Behörde für Lebensmittelsicherheit (AESAN) eine allgemeine Warnung vor dem Konsum von Sonnenblumenöl heraus. 

Im ganzen Land werde Sonnenblumenöl vorsichtshalber solange nicht verkauft, bis geklärt sei, welche Firmen das beanstandete Öl aus der Ukraine verarbeitet hätten, sagte ein ASEAN-Sprecher am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. 

Spaniens Gesundheitsminister Bernat Soria erklärte, der Anteil von Mineralöl in dem beanstandeten Sonnenblumenöl sei so gering, dass "kein akutes Vergiftungsrisiko" bestehe. 1981 waren in Spanien etwa 600 Menschen gestorben, nachdem sie mit Anilin verseuchtes Rapsöl zu sich genommen hatten.