Vargas Llosa verlässt Suhrkamp: “Eine Katastrophe”

Mit dem Weggang des diesjährigen Literatur- Nobelpreisträgers, der sein neues Werk "El sueño del celta" (Der Traum des Kelten) auf Deutsch bei Rowohlt herausbringt, verliert das Traditionshaus wieder einen prominenten Schriftsteller.

Suhrkamp, maßgeblich am Erfolg der Literatur aus Spanien und Lateinamerika in Deutschland beteiligt, hat 26 Titel von Vargas Llosa im Programm – ausgerechnet das Buch nach der Nobelpreiskür wandert zur Konkurrenz.

"Der Wechsel ist Ergebnis eines harten Bieterbewerbs", sagt Suhrkamp-Sprecherin Tanja Postpischil. Bis zuletzt habe sich das Feilschen um den Peruaner hingezogen – ein Hinweis darauf, dass Vargas Llosas Agentin Carmen Balcells aus Barcelona nach der Nobelpreis-Bekanntgabe hoch gehandelt hat. "Wir hätten den Roman gerne verlegt", betont Postpischil.

"El sueño del celta" von Vargas Llosa war am Mittwoch mit einer Startauflage von einer halben Million Exemplaren auf dem spanischsprachigen Markt in den Handel gekommen. In der gerüchtefreudigen deutschen Buchbranche wird der Verlust von Vargas Llosa als "Katastrophe für Suhrkamp" gedeutet. (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

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