Valverde beleidigt: “Ihr wollt mich alle fertig machen”

Der UCI-Chef Pat McQuaid und der CONI-Vorsitzende Gianni Petrucci hätten es darauf abgesehen, ihn weltweit sperren zu lassen und den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) unter Druck zu setzen, betonte Valverde in einer in Madrid veröffentlichten Erklärung.

"Sie wollen meine Erfolge in Zweifel ziehen und meinem Image Schaden zufügen", heißt es nach Presseberichten vom Mittwoch in dem Statement. Seine Anwälte prüften eine Klage gegen die Funktionäre. McQuaid hatte nach Valverdes Sieg in der Tour de Romandie versichert: "Das ist das letzte Mal, dass er gewinnt."

Petrucci äußerte die Hoffnung, dass der Spanier noch vor Beginn der Tour de France wegen Dopings weltweit gesperrt werde. Der Präsident des italienischen Radsportverbands, Renato di Rocco, sagte: "Es ist ein Skandal, dass Valverde noch immer Rennen bestreitet und obendrein gewinnt."

Beim Dopingskandal der spanischen "Operación Puerto" um den berüchtigten Mediziner Eufemiano Fuentes waren mit EPO angereicherte Blutbeutel mit dem Pseudonym "Piti Valv" gefunden worden.

Durch eine DNA-Analyse wies das CONI nach, dass es sich um Valverdes Blut handelte. Daraufhin wurde der Spanier für Rennen in Italien gesperrt. Ihm droht nun die Ausdehnung des Fahrverbots. Derzeit ist die Angelegenheit vor dem CAS in Lausanne anhängig.

Valverde betonte dazu: "Meine biologischen Proben wurden von den wichtigsten Anti-Doping-Labors der Welt untersucht, aber nie wurden in meinem Organismus verbotene Substanzen entdeckt." Er sei vermutlich der "am stärksten kontrollierte Sportler der Welt". (dpa, SAZ)

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