Urlaub in Marokko? “Hier haben alle Angst! Belagerungszustand!”

Kann man derzeit noch nach Marokko reisen? Wie lange bleibt der Krieg in der Sahara von den Stränden fern?

Fakt ist: Die marokkanischen Behörden haben seit den Ausschreitungen mehreren auch aus Spanien stammenden Journalisten die Einreise in das Wüstengebiet verweigert und andere des Landes verwiesen.

Deren Berichte seien nicht objektiv, hieß es. Marokkanische Sicherheitskräfte hatten eine Protest-Zeltstadt gestürmt, mit der rund 20.000 Saharauis wochenlang für bessere Lebensverhältnisse in dem Wüstengebiet demonstriert hatten.

Nach offiziellen Angaben der Regierung in Rabat starben zwölf Menschen, darunter zehn Polizisten. Zudem habe es 163 Festnahmen gegeben. Die Rebellenbewegung Polisario, die für die Unabhängigkeit der Westsahara eintritt, spricht dagegen von mindestens 19 Toten, mehr als 700 Verletzten sowie über 150 Verschwundenen.

Ein ausgewiesener französischer Reporter des spanischen Auslandsrundfunks (REE) berichtete am Montag, El-Aiún gleiche einer Stadt im Belagerungszustand. Es herrsche eine totale Zensur, und die Menschen trauten sich nicht zu sprechen.

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Zwei spanische Aktivisten einer pro-saharauischen Hilfsorganisation erzählten nach ihrer Ausreise, das marokkanische Militär suche in El-Aiún Haus für Haus nach Saharauis, die an den Ausschreitungen beteiligt gewesen sein sollen.

Spaniens Außenministerin Trinidad Jiménez rechtfertigte die von der spanischen Opposition kritisierte Zurückhaltung der Regierung in Madrid. Es gelte, die guten Beziehungen zu Marokko aufrechtzuerhalten.

Die Situation in der Westsahara sei auch keine bilaterale Angelegenheit zwischen Spanien und Marokko, sondern tangiere die internationale Gemeinschaft insgesamt. (SAZ, dpa; Foto: Flickr)

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