Unterstützung für Arbeitslose in Spanien

Arten der Leistung

Arbeitslosengeld

In Spanien wird nach Vollarbeitslosigkeit und Teilarbeitslosigkeit unterschieden. Teilarbeitslosigkeit beinhaltet zum Beispiel die Kurzarbeit. Wenn wie in diesem Fall das Arbeitsentgelt um mindestens ein Drittel gekürzt ist übernimmt der Staat eine Zuzahlung.

Alle spanischen Arbeitnehmer zahlen Sozialbeiträge ein. Je länger ein Arbeitnehmer einzahlen konnte je höher fällt sein Arbeitslosengeld aus. Um einen Anspruch zu erlangen muss man ein Jahr Beiträge eingezahlt haben um für 120 Tage Arbeitslosengeld in Höhe von 70 Prozent des letzten Arbeitslohnes zu erhalten. Nach Ablauf dieser Zeitspanne fällt die Zahlung auf 60 Prozent (wegen der Sparmaßnahmen aufgrund der Eurokrise wurde dieser Prozentsatz von 70 auf 60 gesenkt).

Arbeitslosenhilfe

Ist das beitragsabhängige Arbeitslosengeld ausgelaufen oder konnten wegen zu kurzer Dauer nicht ausreichend Beiträge eingezahlt werden kann in Spanien Arbeitslosenhilfe beantragt werden. Diese wird nur dann gewährt, wenn man mindestens einen Monat arbeitslos gemeldet ist, vorgeschlagene Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisse nicht abgelehnt hat und die monatlichen Einkünfte den in Spanien geltenden Mindestlohn um mindestens 25 Prozent unterschreiten.

Renta Activa de Insercion

Die Renta Activa de Insercion ist eine Eingliederungshilfe. Wer in Spanien arbeitslos ist und in das Berufsleben zurück will, dem aber aus verschiedensten Gründen keine der vorher beschriebenen Leistungen zusteht, kann die Renta Activa de Insercion beantragen. Der Antragsteller verpflichtet sich in diesem Fall, an Programmen und Maßnahmen zur Wiedereingliederung in den Beruf aktiv teilzunehmen.

Rechte und Pflichten

Die spanische Gesetzgebung sieht die Unterstützung der Arbeitslosen durch verschiedene Zuwendungen vor. Wer in Spanien arbeitslos wird muss natürlich die verschiedenen Ämtergänge zügig erledigen und die notwendigen Unterlagen lückenlos beibringen. Er ist verpflichtet sich um einen neuen Arbeitsplatz zu bemühen, vom Amt vorgeschlagene Jobs anzunehmen und an Weiterbildungsmaßnahmen teilzunahmen. Verletzt er diese Pflichten drohen ihm Kürzungen der staatlichen Zahlung oder die Zahlungen werden komplett gestrichen.