Weltweit haben Unternehmen zugesagt, beim Kampf gegen den Corona-Virus zu helfen

Unternehmen helfen, den Corona Virus zu stoppenBildquelle: mohamed_hassan / 4773 images / pixabay.com

Nachdem die Corona-Pandemie in Europa und Nordamerika viel stärkere Ausmaße angenommen hat, als alle Experten zu Beginn des Jahres vermutet hatten, ist die Not nun groß. In Europa hat es Italien besonders schwer getroffen und die Ärzte mussten schon im März das Triage-Verfahren anwenden, da nicht ausreichend Intensivplätze in den Krankenhäusern verfügbar waren. Schon früh haben führende Politiker die Wirtschaft dazu aufgerufen, einen Beitrag zur Eindämmung der Ausbreitung zu leisten. Inzwischen sind viele Unternehmen diesem Aufruf gefolgt.

In London arbeitet DeepMind, eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz, an einem möglichen Wirkstoff gegen Covid-19. Das Unternehmen ist besonders für seine Algorithmen bekannt, die E-Sports Games, wie DOTA2 erlernen und jeden professionellen Gamer schlagen können. Nun versucht die von Google übernommene Einrichtung mittels maschinellen Lernens, Proteinstrukturen zu finden, die in Zukunft als Medizin gegen Corona verabreicht werden können.

Die kalifornische Firma Palantir setzt aktuell große Mittel im Kampf gegen Corona ein. Das vom Deutschen Peter Thiel mitbegründete Unternehmen hat sich auf die Datenverarbeitung spezialisiert und arbeitet schon heute mit vielen Nachrichtendiensten zusammen. Aktuell entwickeln die Ingenieure und Programmierer fieberhaft eine App, die Corona-Tracing ermöglichen soll. Die Technologie soll die Verbreitung des Virus nachverfolgen, analysieren und Engpässe in der Versorgung von Krankenhäusern und im Gesundheitssystem ausmachen. Laut übereinstimmenden Medienberichten befindet sich Palantir aktuell in Verhandlungen mit mehreren Regierungen in Europa.

Das Unternehmen KRY will bei Diagnostik und Behandlung helfen. Dabei soll besonders das Deutsche Gesundheitswesen nachhaltig entlastet werden. Die von KRY entwickelte Telemedizin-App wurde schon früh nach Ausbruch des Coronavirus für alle Bundesbürger mit Verdacht auf eine Ansteckung mit dem neuartigen Virus kostenfrei zur Verfügung gestellt. So können auch gesetzlich Versicherte über die App nach weniger als 30 Minuten Wartezeit einen Arzt per Video konsultieren und mit einem Experten über ihre Symptome sprechen. Zur weiteren Entlastung des Gesundheitssystems hat das Unternehmen auch die Plattform Care Connect by KRY ins Leben gerufen. So kann nun jeder in Europa praktizierende Arzt ohne große Bürokratie, ohne App und ohne jegliche Kosten, Videosprechstunden mit seinen Patienten abhalten. Es ist der Plan, die Plattform bald weltweit anzubieten.

Auch der chinesische IT-Riese Alibaba versucht, zur Eindämmung von Corona beizutragen. Hierfür ist das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Global Health Drug Discovery Institute in Peking eingegangen. Es wurde gemeinsam eine Open-Source-Datenbank geschaffen, die bei der Überwachung und Analyse der Virusverbreitung mithilfe von künstlicher Intelligenz helfen soll.

Facebook und Instagram sind sich ihrer Verantwortung bewusst und haben zugesagt, in der aktuell sehr angespannten Lage zu helfen. Sie scannen coronarelevante Beiträge der User und überprüfen diese auf die Inhalte. Posts, die Fehlinformationen enthalten und somit für Panik oder zu großer Nachlässigkeit führen könnten, sollen zeitnah gelöscht werden.

Natürlich sind dies nicht alle Firmen, die sich für eine Eindämmung einsetzen. Das produzierende Gewerbe lässt aktuell in vielen Ländern die Fabrikation ruhen, um eine Ansteckung unter den Mitarbeitern zu verhindern, oder hat auf die Herstellung von Schutzkleidung für medizinisches Personal umgestellt. Andere Unternehmen haben ihre Mitarbeiter ins Home Office geschickt.

Es ist gut, dass aktuell viele Unternehmen über Ländergrenzen hinaus helfen wollen und so die Welt etwas zusammenwächst. Es ist der Einsatz aller, egal ob aktiv oder passiv, notwendig, um die Ausbreitung von Covid-19 abzuschwächen und schnell wieder für eine Normalisierung des Alltags zu sorgen.

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