Unaufhaltsam nach oben: Der Euribor lässt Spanier verzweifeln

Vielen Spaniern stockte bei dieser Nachricht der Atem. Der Euribor ist erneut gestiegen und erreichte im April ein Rekordhoch von 4,82 Prozent, den höchsten Stand seit Dezember 2000. 

Das bedeutet für die meisten ohnehin schon gebeutelten Hausbesitzer Spanien, die ihre Hypotheken in der Regel auf 30 Jahre angesetzt haben, dass ihre monatliche Rate wieder ein Stückchen weiter nach oben geschraubt wird. 

Aber das Wirtschaftsministerium hat auch eine gute Nachricht: Die Laufzeit einer Hypothek kann jetzt kostenlos erweitert werden, sodass die monatliche Rate gesenkt wird, auch wenn man letztendlich mehr Zinsen an die Bank bezahlen muss. 

In Anbetracht der Wirtschaftskrise und dem “bedrohlichen Euribor”, der sich wie eine Schlinge um den Hals der Hausbesitzer legt, ist dies allerdings oftmals die letzte Rettung, das Eigenheim halten zu können und die monatlichen Kosten zu senken. 

Auf einen schnellen Verkauf zu hoffen ist in der der heutigen Zeit vollkommen unangebracht. Viele Häuser in Madrid oder auch an der Mittelmeerküste, speziell an der Costa Blanca, stehen im Schnitt seit einem Jahr zum Verkauf – ohne die geringste Aussicht auf einen Käufer.