Triumph für Schuster: Real Madrid überrollt Valencia

Das so meinten sie, hatten sie nicht verdient. Den Schuldigen kannten sie auch, und sie pfiffen ihn aus: Vereins-Präsident Juan Solér, der am Montag mitten in der Nacht Trainer Quique Sanchez Flores entlassen hatte. Den mochten die Zuschauer zwar auch nicht – aber wenn er verloren hat, dann wenigstens mit Anstand.

Das gelang dem FC Valencia am Mittwoch abend nicht. Sie ließen Guti zaubern, wie der wollte, van Nistelrooy durfte sich die Ecken aussuchen, in die er einschoss, Sergio Ramos konnte ungehindert flanken oder schießen, und Raúl gelang eines seiner wenigen Tore aus 20 Metern. 

Schuster: Real Madrid spielt wie Roger Federer

Sogar Abwehrrecke Christoph Metzelder kam – wohl zum ersten Mal in seiner Laufbahn – frei vorm Tor zum Schuss. Dass er versemmelte, mochte Mitleid mit Valencias Torwart Timo Hildebrand gewesen sein, mit Abstand bester Mann seines Clubs. Ohne ihn wäre Valencia mit 0-8 in die Pause gegangen.

Am Ende stand es 5-1 für Real, auch Robinho durfte noch treffen. Es war der höchste Sieg Madrids gegen Valencia in der Geschichte der Primera División – ein erneuter Triumph für Trainer Bernd Schuster. Der hatte sein Team vor dem Spiel mit dem Tennis-Champion Roger Federer verglichen – immer auf der Suche nach dem Sieg wie auch nach dem schönen Spielzug. Seine Truppe hielt sich daran.

Klar, dass Real damit weiter die Tabelle anführt. Villareal gewann 3-0 gegen Levante, Atlético Madrid siegte 4-3 gegen den FC Sevilla.

Am Donnerstag spielt Valladolid gegen den FC Barcelona (22 Uhr).