Tourismus in Spanien 2013

Merkel wird kritisiert – Urlauber sind willkommen

Spanien bleibt weiter Spitzenreiter in den deutschen Urlaubscharts, obgleich die Beziehung der beiden Länder angespannt ist. Die Medien in Spanien verteufeln Angela Merkel wegen der rigiden Sparpläne, die sie von den Euro-Mitgliedsstaaten fordert. Auch die Einwohner protestieren lauthals gegen Deutschland und dessen Regierungschefin. Deutschland würde Spanien nur herumkommandieren und an dessen eigenen Vorteil denken.

Die antideutsche Stimmung im Landesinneren, kann jedoch die Reiselust der Deutschen nicht stoppen. Bereits in den vergangenen Jahren wurden mehr als neun Millionen deutsche Spanienurlauber registriert. In den kommenden Jahren wird ein weiterer Anstieg erwartet. Wie nicht anders erwartet, zieht es den Großteil der Besucher regelmäßig nach Mallorca. Weitere beliebte Reiseziele in Spanien sind die Kanaren und die Costa Brava.

Deutsche fühlen sich in Spanien wohl

Die Zahlen der Tourismusbranche zeigen, dass sich die deutschen Urlauber in Spanien sehr wohl fühlen. Dies rührt gegebenenfalls auch daher, dass die Massen- und Jugendarbeitslosigkeit in Spanien ihren Zenit noch nicht erreicht hat und größere Proteste (noch) nicht die Regel sind. Sollte sich jedoch eine Revolutionsstimmung und eine erhöhte Kleinkriminalität feststellen lassen, könnte sich das Geschäft mit den deutschen Urlaubern bald erledigt haben. Laut spanischen Behörden, sei das Land zurzeit allerdings sicherer als in den vergangenen Jahren.

Für die Spanier ist die Tourismusbranche der letzte Wirtschaftstreiber der geblieben ist. Während die restliche Wirtschaft zum Erliegen gekommen ist, steigt der Tourismus und macht etwa zehn Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

Deutsche und Briten als stärkste Besuchergruppen

Trotz spanischer Missstimmung gegenüber der deutschen Politik strömen Deutsche weiter nach Spanien. Spanien akzeptiert die getroffenen Maßnahmen und heißt deutsche Gäste herzlich Willkommen, denn ohne deutsche und auch britische Gäste würde es der spanischen Wirtschaft noch schlechter gehen als ohnehin schon. Auch spanische Medien haben dies erkannt und titelten, dass der Tourismus den Wirtschaftskarren ziehe.

Preisbewusstes Reisen

Trotz der immer noch guten Wirtschaft in Deutschland werden die Reisenden voraussichtlich stärker auf den Preis achten als noch 2012. Gerade aufgrund der gestiegenen Flugpreise haben die Reiseveranstalter die Preise für Pauschalreisen erhöht. Wer dem entgehen will, sollte prüfen, ob eine separate Flug- und Hotelbuchung günstiger ist. Gerade für flexible Urlauber lohnen sich Preisvergleiche, wie fluege.de. Oft sind durch Flugverschiebungen von nur einem Tag enorme Ersparnisse möglich, die bei Pauschalreisen so nicht abgebildet werden können. Die Hotelpreise sind hingegen relativ ähnlich.