Tour de France: Sastre überragend, Spanien holt Hattrick

Soll man lachen, weinen oder resigniert mit den Achseln zucken? Die Tour de France bleibt fest in spanischer Hand. 

Nach Oscar Pereiro (2006) und Alberto Contador (2007) steht auch 2008 ein Spanier in Paris auf dem Siegertreppchen: Carlos Sastre, der Bergspezialist, der am Samstag völlig überraschend ein atemberaubendes Zeitfahren ablieferte. 

Dies hatte ihm in der Tat niemand zugetraut, und während die spanische Presse ihren Landsmann in naiver Weise feiert, wird sich der Rest der Welt schon denken, welchem Umstand Sastre die plötzliche Leistungssteigerung zu verdanken hat. Dass im Radsport bis zum Beweis des Gegenteils die Unschuldsvermutung gilt, ist schon lange nicht mehr der Fall.

Da hilft auch nicht ein langer Artikel der Zeitung Marca, die sich die Explosion Sastres mit dem neuen Zahnradkranz Q-Rings der Firma Rotor erklärt, der angeblich hilft "den toten Punkt zu überwinden, den jeder Fahrer bekommt". Das Ritzel kann demnach die Leistung eines Fahrers um 5,1 Prozent steigern. Wer’s glaubt …

So fuhr am Sonntag, dem offiziellen Schaulaufen der Tour, also Sastre das Gelbe Trikot über die Champs d‘ Elysees spazieren, Marca huldigt ihm als dem Siebten der "Glorreichen Sieben" aus Spanien, die bislang die Tour gewinnen konnten.

Sastre lachend: "Ich habe meinen Lebenstraum verwirklicht. Ich hatte eine einmalige Chance, und ich habe sie genutzt."

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Foto: Marca