Toni Kroos: Passgenauer als Xabi Alonso, aber Sergio Busquets noch besser! “Real Madrid war goldrichtig”

Beide Spieler waren vor der laufenden Saison von ihren Clubs ausgetauscht worden. Xabi Alonso ging von Real Madrid zu Bayern München, Toni Kroos von den Bayern zu Real. Die Frage, die sich jetzt stellt, lautet natürlich: Welcher Club hat das bessere Geschäft gemacht?

Die Zahlen der beiden Mittelfeld-Stars sprechen für sich. Beide erwiesen sich als Weltklasse-Spieler. Die Zeitung “AS” kommt am Ende zu dem Schluss: Xabi Alonso hat mehr Einfluss auf das offensive Spiel der Bayern. Aber Toni Kroos ist zuversichtlicher in Sachen Passgenauigkeit.

Xabi Alonso spielt mehr Pässe

So hat Xabi Alonso in den 15 Spielen, die er für die Bayern in der Bundesliga absolviert hat, 1.641 Pässe gespielt, 1.472 davon gingen zum eigenen Mann, 169 zum Gegner. Ein Topwert von 89,9 Prozent. Pro Spiel kommt Xabi Alonso auf sagenhafte 109 Pässe. Niemand in der Bundesliga ist aktiver am Geschehen seines Teams beteiligt. Ohne Xabi Alonso jedenfalls gelangt kaum ein Ball bei den Bayern in die Sturmabteilung.

Toni Kroos dagegen ist noch passgenauer. 92 Prozent seiner Pässe erreichen einen Mitspieler, der damit auch in der Regel etwas anfangen kann. Allerdings hat Kroos in den 18 Ligaspielen, die er im Einsatz war, weniger Pässe gespielt als Xabi Alonso: 1.260 Pässe verließen die Schlappen des Weltmeisters, 1.167 gingen zum eigenen Mann, nur 93 in die Reihen der Gegner. Am Ende kommt Kroos allerdings nur auf 70 Pässe pro Spiel. Das heißt: Es geht auch mal ohne Kroos. Ein klares Zeichen dafür, dass das Spiel der Königlichen variabler ist als das der Bayern. Oder?

Kroos hinter Busquets und Trashorras

Auch in der spanischen Liga ist Toni Kroos nicht ganz alleine vorne. Barcas Ex-Weltmeister Sergio Busquets hat mehr Pässe gespielt als Kroos, nämlich 1.336, 92 Prozent davon zum eigenen Mitspieler – genau wie Kroos, allerdings in der Summierung dann doch eben ein paar Pässe mehr pro Spiel. Unterm Strich ist Kroos in Spanien bei der Passgenauigkeit also nur die Nummer zwei. Was die Zahl der Pässe angeht, sogar nur die Nummer drei: Roberto Trashorras von Rayo Vallecano kommt bei 1.314 Pässen allerdings nur auf eine Genauigkeit von 86 Prozent.

Zidane und CR7 brauchten mehr Zeit

Unterm Strich ist das mehr als respektabel ist für einen Spieler, der seine erste Saison in Spanien spielt – wo sich anfangs sogar ein Zinedine Zidane erst mühsam eingewöhnen musste. Von Cristiano Ronaldo nicht zu reden, der ein hartes erstes Jahr hinter sich bringen musste, bevor er nach seinen vielen Jahren bei Manchester United an die Sitten in Spanien gewöhnt war. Fakt ist: Bei Real Madrid fühlt man sich als Sieger im Tauschhandel, zuletzt forderte sogar Barcas Urgestein Johan Cruyff den Titel des Weltfußballers für Toni Kroos. Und Kroos erklärte: “Ich habe mich mit meiner Wahl für Real nicht geirrt.”

Wie nicht anders zu erwarten war, ist der FC Barcelona das Team mit den meisten Pässen in der Vorrunde. Dass sich daran etwas ändern wird, nachdem Real Madrid sein letztes Vorrundenspiel in Sevilla gespielt haben wird (am 4. Februar), ist kaum zu glauben. Bei insgesamt 13.030 Pässen kommt Barca in seinen 19 Spielen der HInrunde auf einen Schnitt von 686 Pässen pro Spiel. Auf Rang zwei liegt Real Madrid mit 9.651 Pässen in 18 Spielen, also 536 Pässen pro Partie.