Toni Kroos: Fans beleidigen Real Madrid, Sergio Ramos beruhigt! “Ohne Modric geht es nicht”

Einige Fans Reals warteten am Sonntag nach dem Spiel auf die Kicker, die in Valdebebas ihre Autos abgestellt hatten. Nachdem sie aus dem Flugzeug gestiegen waren und ihre Fahrzeuge abholten, wurden sie von einigen der Fans übel beleidigt. Besonders schlimmt traf es Gareth Bale und Jesé.

Der Jungstar wollte sich offenbar sogar mit einem der Fans anlegen, entschied sich aber dann doch, davon zu brausen. Real Madrid reagierte aber blitzschnell. Einer der Fans war Mitglied des Clubs – was er jetzt nach Meldungen der spanischen Presse nicht mehr ist.

“Das passiert eben auf der Straße”

Sergio Ramos, der mit den Fans redete, erklärte danach: “Das passiert eben auf der Straße, man hätte auch die Polizei rufen können. Aber das war nicht nötig. Ich bin auch ein heißblütiger Typ, aber es ist immer besser, miteinander zu reden.” Über die oft sehr kritischen Fans im Stadion Bernabeu sagte Ramos: “Ich kann dazu nur aus meiner persönlichen Sicht sprechen. Mir macht Kritik nichts aus, unser Club verlangt, dass die Leute immer das höchste Niveau einfordern. Unser Publikum war immer kritisch mit den Spielern, sobald wir schlecht gespielt haben. Denn wir können es ja besser. Es gibt allerdings auch Spieler, denen der kritische Ton nicht so gefällt, weil sie nie erlebt haben, wie begeistert die Fans auch sein können. Aber generell ist es doch so: Wenn deine Fans viel von dir verlangen, hilft das dabei, auch das Beste zu geben. Man muss einfach damit leben und die Einstellung der Fans respektieren. Dass die uns anfeuern, ist enorm wichtig. Ich selbst musste auch viel Kritik einstecken, aber mich hat das nur umso stärker gemacht. Es hilft mir, mich immer weiter zu verbessern. Mir ist dabei auch egal, wer mich kritisiert. Das war auch schon so unter José Mourinho.”

Cruyff lacht

Unterdessen klingen die spöttischen Kommentare aus Barcelona nach. Johan Cruyff erklärte lachend: “Es ist schön, zu gewinnen, auch wenn man schlecht gespielt hat, das Ergebnis habe ich genossen, das Spiel weniger.”

Klar, denn Real Madrid war eine Stunde lang die klar bessere Mannschaft. Was auch an Toni Kroos lag, wenigstens so lange, wie neben ihm Luca Modric Luft und Kraft hatte. Die Zeitung “Marca” kommentiert: “Mit diesem beiden Spielern im Mittelfeld kann Real Madrid Pläne für die Zukunft machen, besser geht es nicht. Die beiden verstehen sich blind.”

Traumpaar Modric und Kroos

Nachdem Modric die Luft ausging, war allerdings auch mit der Kunst von Toni Kroos Schluss. Wie später Karim Benzema ließ Kroos dann aber über das Internet verbreiten: “Man muss weiter an sich glauben.”

Ob das auch noch Cristiano Ronaldo tut, ist derzeit die Frage. Die Kameras des spanischen Fernsehen ertappten ihn dabei, wie er beim Abgang aus dem Camp Nou zu Benzema sagte: “Wir haben uns alle in die Hosen gemacht.” Zuletzt hatte er noch nach dem 2-2 gegen Villarreal erklärt: “Was für eine Schande.”