Am Montag wurde ein Krankenwagen zu einer Spielothek gerufen, weil dort ein Säugling kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Obwohl der Kleine sofort in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, blieben sämtliche Wiederbelebungsversuche erfolglos. Ersten Untersuchungen zufolge handelte es sich vermutlich um plötzlichen Kindstod. Daraufhin nahm die Polizei die Einrichtung unter die Lupe.

Die angebliche Spielothek entpuppte sich dabei als illegaler Kindergarten, in dem hauptsächlich Kinder aus Südamerika betreut wurden. Obwohl die Besitzerin neben der Lizenz für eine Spielothek eine weitere für Kinderbetreuung besaß, durfte sie nur maximal zehn Kinder aufnehmen. Tatsächlich fand die Polizei mehr als 30 Kinder in der Einrichtung.

Außerdem waren zwei südamerikanische Frauen dort beschäftigt, die keine Aufenthaltsgenehmigung für Spanien vorweisen konnten. Auch vorgeschriebene Sicherheitsvorkehrungen wurden nicht eingehalten. Eine Autopsie hat inzwischen bestätigt, dass es sich bei dem Tod des Säuglings tatsächlich um plötzlichen Kindstod handelte. Die Betreiberin des Kindergartens muss sich dennoch wegen Verstößen gegen das Beschäftigungsgesetz vor Gericht verantworten.