Thomas Gottschalk: Vorwort für Samuel Koch! “Mutiger Blick in die Zukunft!”

Der Moderator (‚Wetten, Dass..?‘) sagte spontan zu, als der Neuwiedener ihn bat, für sein Buch ‚Samuel Koch – Zwei Leben‘ das Vorwort zu verfassen. Das Werk erzählt die Geschichte des Schauspielschülers, der seit dem verhängnisvollen Unfalls in der Wett-Show vor über einem Jahr vom Hals abwärts gelähmt ist. Gottschalk steht seitdem in Kontakt mit ihm und möchte ihn so gut es geht unterstützen. Doch beim Verfassen des Vorworts tut er sich noch schwer: „Ich bin ein Mensch, der selten nach Worten ringt. Mir geht auch aus dem Stand schnell ein kleiner Text zu jedem Thema von der Feder, das man mir zuruft: eine bunte Wortgirlande, zwei drei Pointen und dann flott auf die Drucktaste. All das verbietet sich in einem Fall, in dem es wirklich an die Substanz eines Lebensweges geht. All die Kniffe des Entertainers funktionieren nicht mehr. Sich dem Thema von der leichten Seite zu nähern verbietet sich genauso wie billiger Trost oder der Versuch, irgendetwas ‚verstehen‘ zu wollen. Niemand, der auf zwei Beinen unterwegs ist, kann das Leben eines Rollstuhlfahrers wirklich verstehen“, erklärte der Entertainer sein Dilemma und gab offen zu: „Und jeder gut gemeinte Versuch, es zu tun, wird in der Halbherzigkeit enden, denn eigentlich wollen wir es ja gar nicht so genau wissen …“

Samuel Koch war in der ‚Wetten, Dass‘-Show im Dezember 2010 bei dem Versuch mit Sprungfedern fahrende Autos zu überspringen, schwer gestürzt und hatte sich eine schwere Verletzung an der Halswirbelsäule zugezogen, die zu der Lähmung führte.

Der TV-Star, der nach dem Unfall die Konsequenz zog, sich von seiner Erfolgsshow zu verabschieden, steht seitdem in Kontakt mit seinem ehemaligen Kandidaten. Das Buchprojekt zu unterstützen, war für ihn Ehrensache, weil er von dem jungen Mann tief beeindruckt ist: „Das ist kein Blick zurück im Zorn, sondern ein mutiger Blick in eine Zukunft, die keiner von uns mit ihm teilen möchte. Mein Respekt vor diesem jungen Mann ist noch einmal gewachsen“, beschrieb Thomas Gottschalk.