Terroristen im Netz, Lieferwagen voller Sprengstoff

Bei Clermont-Ferrand in Zentralfrankreich gingen den Fahndern nach Angaben des spanischen Innenministeriums aus der Nacht zum Sonntag ein Mann und eine Frau ins Netz, die zu den meistgesuchten Mitgliedern der Separatistenorganisation zählen sollen.

Im spanisch-portugiesischen Grenzgebiet bei Zamora wurde auch ein mit Sprengstoff vollgepackter Lieferwagen sichergestellt.

Die beiden bei Clermont-Ferrand Gefassten seien bewaffnet gewesen, zitiert die Zeitung El Mundo Quellen aus dem Kampf gegen den Terrorismus in Spanien.

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Der Zugriff sei in einer gebirgigen Gegend erfolgt, als die beiden zu einem Waffenversteck wollten. Darin sei eine nicht näher genannte Menge Sprengstoff gefunden worden. Die spanische Polizeitruppe Guardia Civil hatte das Versteck vor einigen Tagen entdeckt und seitdem observiert.

In der Gegend von Zamora sei der Guardia Civil ein Lieferwagen mit französischem Kennzeichen am späten Samstagabend als verdächtig aufgefallen. Bei der Kontrolle stieß der Verdächtige die Beamten zur Seite und flüchtete im Streifenwagen.

Die portugiesische Polizei konnte den Mann schließlich festnehmen. Sie fasste auch eine Komplizin des Mannes, die ihm in einem Auto mit ebenfalls französischen Kennzeichen vorausgefahren war.

Sie sollte Ausschau halten, ob der Weg frei war, wie El Mundo weiter schrieb. Im Ort Bermillo de Sayago wurden aus Sicherheitsgründen wegen des Lieferwagens mit Sprengstoff zahlreiche Wohnungen evakuiert.

Die spanische Regierung hatte Ende vergangenen Jahres vor neuen Terror-Aktionen der baskischen Untergrundorganisation ETA gewarnt. Seit der Serie von Bombenanschlägen im August auf der Ferieninsel Mallorca ist die Separatistenorganisation praktisch nicht mehr in Erscheinung getreten.

"Die ETA ist von der Polizei und der Justiz in die Enge getrieben, sie ist gesellschaftlich isoliert, sie wird international und vor allem von Frankreich unter Druck gesetzt, und sie ist intern gespalten2, betonte Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba damals. "Unter diesen Umständen liegt es auf der Hand, dass die ETA unter Beweis stellen will, dass sie noch existiert." (SAZ, dpa)

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Foto: El Mundo