In weniger als zehn Wochen waren acht Obdachlose auf den Straßen der Kanaren-Insel gestorben. Die Initiative „Plattform für die Würde Obdachloser“ warf der Inselhauptstadt Santa Cruz vor, sich unzureichend um die etwa 200 auf der Straße lebenden Menschen zu kümmern.

Sie stellte nach Angaben der Zeitung El País bei der Staatsanwaltschaft den Antrag, Ermittlungen gegen die Stadt wegen des Verdachts unterlassener Hilfeleistung einzuleiten.

Die Lage Obdachloser auf der Urlaubsinsel sei „dramatisch“. Die Sozialbehörde leitete eine Untersuchung ein, um herauszufinden, ob zwischen den Todesfällen ein Zusammenhang besteht. Man gehe bislang jedoch von einer zufälligen Häufung natürlicher Sterbefälle aus, hieß es.

Sieben Obdachlose waren in Santa Cruz gestorben und einer in der Gemeinde Icod de los Vinos im Nordwesten der Insel.