München (ots) – Wir laden Sie zur virtuellen ADLAF-Tagung “Wissen, Macht und digitale Transformation in Lateinamerika” (23. Juni – 02. Juli 2021) sowie zur Auftaktveranstaltung zum Thema “Demokratie und Digitalisierung – Perspektiven aus Lateinamerika” am 23. Juni 2021 ein.

Veranstalter sind die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Lateinamerikaforschung, die Hanns-Seidel-Stiftung und das Ibero-Amerikanische Institut in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und Konrad-Adenauer-Stiftung.

Die interdisziplinäre Tagung legt zwei Schwerpunkte: Zum einen geht es um Effekte der Digitalisierung und deren Nutzung seitens gesellschaftlicher und politischer Akteure und Institutionen. Zum anderen interessiert uns die zunehmende Hinterfragung etablierter europazentrierter Epistemologien und Wissenspolitiken, die eine stärkere Berücksichtigung der kulturellen und sprachlichen Diversität der lateinamerikanischen Gesellschaften einfordert.

Zur Auftaktveranstaltung

am Mittwoch, 23. Juni 2021, um 17.00 Uhr,

spricht der Vorsitzende der Hanns-Seidel-Stiftung,

Markus Ferber, MdEP

(Livestream auf Deutsch, Spanisch und Portugiesisch)

Ein Teaser zur Tagung kann unter

angesehen werden.

Drei Themenfelder bestimmen das wissenschaftliche Programm der Tagung:

Das erste Themenfeld, “Wissen – Medien – Macht” beleuchtet, wie gesellschaftliche und politische Akteure in Lateinamerika mit Wissen umgehen und inwiefern die digitale Transformation Machtverschiebungen hervorbringt, beispielsweise im Hinblick auf Demokratisierung, Arbeit, die Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Akteure, Meinungsvielfalt und -Kontrolle, Sicherheitspolitik oder den Umgang mit Big Data.

Im zweiten Themenfeld, “Dynamiken des Wissens” geht es um die Prozesse der Produktion, Aneignung, Übersetzung und Adaption von Wissen. Hierzu gehören das Verhältnis zwischen akademischem bzw. globalem und traditionellem bzw. indigenem Wissen, aber auch der Zusammenhang zwischen der Inwertsetzung bzw. Monopolisierung von Wissen und sozialer Ungleichheit. Zentral ist auch die Frage, welche Rolle Kulturinstitutionen wie Museen, Bibliotheken und Archiven in der Wissensproduktion zukommt.

Im dritten Themenfeld, “Wissenstransfer” werden kulturelle und historische Dimensionen der Produktion, Verbreitung und Aneignung von Wissen in Lateinamerika beleuchtet. Hierzu gehören literarische, filmische und künstlerische Auseinandersetzung mit Wissensdispositiven, sowie Geschichts- und Gedächtnispolitiken und der Umgang mit dem kulturellen Erbe.

Der Umgang mit der Ressource Wissen stellt eines der brisantesten und meist diskutierten Themen unserer Gegenwart dar. Bei den global geführten Debatten und Konflikten um die Verwertbarkeit, den Transfer, die Monopolisierung bzw. Demokratisierung und Diversifizierung von Wissen geht es stets auch um Fragen gesellschaftlicher, politischer und ökonomischer Macht. So ermöglichen neue Technologien und Medienformate einerseits einen verbesserten Zugang zur Ressource Wissen und damit ein höheres Maß an Partizipation für breitere Bevölkerungsschichten. Gleichzeitig fördert die Inwertsetzung von Wissen durch globale Konzerne, z.B. durch (illegale) Datenbeschaffung oder die Beanspruchung und Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte, die Bildung von Wissensmonopolen, die kommerziellen Zwecken dienen und soziale Ungleichheiten verschärfen.

Zudem erwartet die Teilnehmer am Eröffnungstag virtuell die Fotoausstellung “Arte Eletrônica Indígena” und ein musikalischer Ausklang mit “Mango Selektas”.

Weitere Infos über die Keynote-Speaker und die Panelisten der Tagung unter

https://adlaf.de/wp-content/uploads/2021/04/Programm_ADLAF-Tagung-Juni_Juli-2021_deutsch_100x210_4c-L14.pdf

Anmeldung zur Auftaktveranstaltung am 23. Juni 2021

Für die Auftaktveranstaltung der Tagung zum Thema “Demokratie und Digitalisierung – Perspektiven aus Lateinamerika” am 23. Juni 2021, 16:45-19:30 Uhr bitte unter

https://ssm-live.com/adlaf/?page=id_oDVDqfSAoPoCn

anmelden.

Anmeldung weitere Tagung

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung, Medienvertreter sowie Interessierte melden sich bitte für alle Tage, an denen Sie an einem oder mehreren Programmpunkten teilnehmen möchten, einzeln an. Die Anmeldung gilt jeweils für den gesamten Tag und ermöglicht es, an allen Aktivitäten dieses Tages teilzunehmen. Vortragende in den Panels und Teilnehmende an den Podiumsdiskussionen werden für den Tag ihres Vortrags bzw. Beitrags automatisch registriert und müssen sich dafür nicht noch einmal selbst anmelden. Wichtiger Hinweis zur Anmeldung: Sie müssen Ihre Registrierung nach Erhalt einer E-Mail noch BESTÄTIGEN.

Wissenschaftliche Panels, 24. Juni bis 2. Juli 2021

Für die die wissenschaftlichen Panels der Tagung am 24.6., 25.6., 30.6., 1.7., 2.7.2021 bitte unter

https://iai-virtuell.einladbar.de/de/termine/anstehend/liste

anmelden.

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Hubertus Klingsbögl
Pressesprecher
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Quelle: ots