Ob das auch tatsächlich so ist? Nach der Atomkatastrophe in Japan werden die Rufe nach einer Neubewertung der Kernkraft in der Europäischen Union lauter.

Die EU-Energieminister der 27 Mitgliedstaaten haben am Montag in Brüssel über mögliche Konsequenzen der Havarie in Fukushima beraten.

Die meisten AKW in Europa zählt Frankreich (58) – dahinter folgen Großbritannien (19), Deutschland (17), Schweden (10), Spanien (8), Belgien (7), Tschechien (6), Finnland (4), Ungarn (4), der Slowakei(4), Bulgarien (2), Rumänien (2), Slowenien (1) und den Niederlanden (1). Italien und Polen haben Pläne zum Bau von Anlagen.

Bei den nun geplanten Sicherheitschecks sollen alle 143 Reaktoren in der EU von unabhängigen Experten überprüft werden. Ziel ist es, die Risiken der Anlagen bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hochwasser oder auch bei einem Terrorangriff abzuschätzen.

Aber auch das Baujahr und die Bauweise sollen eine Rolle spielen. Die genauen Kriterien sind noch offen und sollen bis zum Sommer stehen. Nach Einschätzung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger werden wohl nicht alle Reaktoren die für das zweite Halbjahr geplanten Sicherheitschecks bestehen. Ein negatives Urteil könnte Zwangsabschaltungen zur Folge haben…(SAZ, dpa; Foto: Sempralsnuvols/Flickr)