„Sie ruhten sich auf dem Ruhm aus, nach dem Ende der Diktaturen auf der Iberischen Halbinsel Mitte der siebziger Jahre wichtigste Träger der Demokratisierung gewesen zu sein.

Sie beschworen die Vergangenheit, anstatt die produktionslahme Wirtschaft zu modernisieren.

Auf den Nimbus von gestern geben die alleinerziehenden Mütter, die Rentner und arbeitslosen Jugendlichen nichts, die seit Tagen in vielen Städten Spaniens demonstrieren und Erinnerungen an die Revolution von Kairo wachrufen.

Parteibindung spielt für sie keine Rolle mehr, Spanien ist auch damit endgültig in der Jetztzeit angekommen.“

Die Frankfurter Rundschau schreibt dazu: „Die Politiker haben sich bisher um die Antworten auf zwei Fragen herumgedrückt: Wie muss das System umgebaut werden, damit sich eine solche Krise nicht wiederholen kann?

Und wie lässt sich das Verursacherprinzip in ein System einbauen, das alle Lasten der Krise nur denen da unten aufbürdet? Es sind Fragen, die nicht nur die spanischen Politiker beantworten müssen.“