Studieren in Asien: Erleben Sie ein exotisches Auslandsjahr in China

       Europäische Länder unterscheiden sich von Deutschland nicht wesentlich, sind zumal schon von Urlaubsreisen bekannt und bieten insofern für viele nur wenig Herausforderung.

Da auch ein mehrfacher Auslandsaufenthalt während eines Studiums keine Seltenheit ist, etwa ein Aufenthalt im Bachelor und einer im Master, ist Asien auch eine klassische Destination für „Wiederholungstäter“, die sich dank der gewonnenen Erfahrungen im europäischen Rahmen während ihrer zweiten Mobilität für ein Studium in Übersee entscheiden. Studieren in USA oder Australien bringt erhebliche Kosten mit sich, da nicht nur oft Studien- und Kursgebühren anfallen, sondern auch die Lebenshaltungskosten teilweise drastisch höher sind, als wir es in Europa kennen. Asien ist, von einigen Metropolen abgesehen, ein Studienort, den man sich noch leisten kann. Ein weiterer Antriebsfaktor für ein Studium im asiatischen Raum ist die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung Asiens. Wirtschaftler und Ingenieure werden in ihrem späteren Berufsleben nur schwer um Kontakte zu asiatischen Partnern herumkommen, es zahlt sich also aus, frühzeitig Hemmschwellen zu überwinden und sich mit der fremden Kultur auseinanderzusetzen. Ein vollkommen anderes Geschäftsgebaren, andere Wertigkeiten und Lebensentwürfe gibt es hier zu entdecken. Gerade diese Exotik macht Asien auch aus touristischen Punkten attraktiv für ein Studienjahr. Im asiatischen Raum ist  China das Ziel Nummer 1. Was gilt es also in der Planung zu beachten?


Auslandsamt der Hochschule oder Agentur übernimmt Planung 

Wichtig ist, sich selbst in der Planung nicht zu überschätzen, und sich entweder vom Auslandsamt der Heimathochschule oder von einer Agentur beraten zu lassen. Zu viele Stolpersteine in Form von Visumsformalitäten, komplizierter Anmeldeprozedur, Vorschriften bei der Einreise und Versicherungsaspekte stehen zwischen dem gewünschten Studium und der tatsächlichen Umsetzung. Die Entscheidung zwischen Auslandsamt und Agentur ist schnell geschehen: Das hochschuleigene Auslandsamt verfügt in der Regel über ausgewählte Partnerschaften, während Agenturen flexibler sind. Die hochschulinternen Dienstleister sind kostenlos, die Agentur verlangt oft eine Provision für die Vermittlung. Wichtig ist auch zu wissen, dass die meisten Hochschulen selbstständige Bewerber gar nicht erst akzeptieren. Essenzieller erster Schritt ist, die Bewerbungstermine zu beachten. Sowohl Hochschulen als auch Agenturen haben feste Termine im Jahr. Als Faustregel kann man etwa ein Jahr Vorlauf für einen Aufenthalt in China einplanen. 
In den meisten Bewerbungsverfahren kann man seine Wunschhochschule angeben. Bei der Auswahl der Gasthochschule ist zu prüfen, in wieweit passendes englischsprachiges Lehrangebot zur Verfügung steht, zu welchen Kursen man als Austauschstudent Zugang hat, welche Leistungen aus dem Ausland an der Heimathochschule angerechnet werden können und welche extra-curricularen Aktivitäten die Hochschule bietet. Im Mittelpunkt vieler Auslandspläne steht der Spracherwerb, deswegen sollte die Wahl der Hochschule auch nach deren Angebot an Sprachkursen für Ausländer getroffen werden. Natürlich ist auch der Hochschulstandort in die Wahl mit einzubeziehen, immerhin wird man ein ganzes Jahr dort verbringen. Wer es lieber gemütlich hat, wird in China nicht fündig werden, Millionenstädte sind hier Standard. Dennoch haben Metropolen wie Hongkong eine besondere Anziehungskraft auf Studenten, wenngleich sich diese Faszination in den Lebenshaltungskosten widerspiegelt. All diese Entscheidungen sollen rechtzeitig getroffen werden und die Wahl mit Bedacht getroffen. Dann kann es mit den Vorbereitungen los gehen. Hilfreiche Inormationen zum Studium in China finden Sie hier.

Formalitäten rechtzeitig anstoßen 

Die Formalitäten umfassen, Anmeldeunterlagen mit personenbezogenen Daten, Daten zum bisherigen und weiter geplanten Studienverlauf, einen gültigen Reisepass sowie verschiedene andere Unterlagen. Für die Einreise brauchen Studenten ein Studentenvisum, das rechtzeitig beantragt werden muss. Je nach Zielhochschule werden auch diverse ärztliche Gutachten eingefordert, die von einem negativen Aids-Test bis hin zur Funktionalität verschiedener innerer Organe akribisch eingefordert werden. Hier ist eine gesunde Mischung aus Humor und Gewissenhaftigkeit gefragt, um alle erforderlichen Unterlagen vollständig und rechtzeitig zu beschaffen. Der Besuch beim Arzt kann in diesem Zusammenhang mit einer Beratung über mögliche Impfungen verbunden werden. Je nach Zielort und eventuell vor Ort geplanter Reiseroute kann zum Beispiel eine Gelbfieberimpfung sinnvoll sein. In der Regel werden neben den Standardimpfungen (Tetanus, Diphterie usw.) auch Impfungen gegen Hepatitis A und B empfohlen beziehungsweise von manchen Gasthochschulen verpflichtend vorgeschrieben. Der Impfmarathon kostet neben einer nicht zu unterschätzenden Zeitspanne auch etwas Geld und sollte daher ins Reisebudget mit einkalkuliert werden. 
Unerlässlich ist auch, sich vor Ausreise mit seiner Krankenkasse kurzzuschließen und den Versicherungsschutz abzufragen und bei Bedarf aufzustocken. Viele Gasthochschulen verlangen von Ihren Austauschstudierenden den Nachweis über Versicherungsschutz im Krankheits- sowie Todesfall, sodass man um diese Punkte ohnehin kaum herumkommt. Dennoch ist ein Gespräch mit der Versicherung sinnvoll, um ein angemessenes Versicherungspaket zu schnüren. Auslandskrankenversicherungen kann man in der Regel unkompliziert auf die Inlandsversicherung aufstocken und erspart einem im Falle des Falles jede Menge Ärger und Kosten. Vergleichen kann man ganz gemütlich im Internet auf Vergleich Reiseversicherungen.
Nicht zuletzt sollte man sich vor dem Antritt des Auslandsstudiums ein interkulturelles Training gönnen. Es gibt kostenlose Trainings im Internet, die sicherlich an ein kostenpflichtiges Training mit Coach nicht herankommen, aber dennoch auf die größten Kulturschocks vorbereiten und für kulturell bedingte Missverständnisse sensibilisieren. Dann sollte einem spannenden Auslandsjahr in China nichts mehr im Wege stehen!