Streit um Dalis Geld, Erben dürfen in Frankreich kassieren

Dass ihnen das in Spanien  versagt bleibt, ist nach dem EU-Recht nicht zu beanstanden, entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg.

Vor dem Gericht war die Auslegung einer EU-Richtlinie über das sogenannte Folgerecht umstritten. Sie war 2001 beschlossen worden, um die Regeln für den Kunstmarkt zu vereinheitlichen.

Demnach haben Künstler und deren Rechtsnachfolger Anspruch darauf, am späteren Verkauf von Kunstwerken beteiligt zu werden – mit gestaffelten Prozentsätzen und einem Höchstsatz von 12.500 Euro pro Verkauf.

Der im Januar 1989 gestorbene Dalí hatte dem spanischen Staat testamentarisch sein gesamtes geistiges Eigentum vermacht. Eine spanische Stiftung verwaltet Dalís Urheberrechte und erhält auch Geld aus den Folgerechten.

Diese Stiftung klagte dagegen, dass gemäß französischem Recht die fünf gesetzlichen Erben Dalís in Frankreich das dort eingenommene Geld aus diesen Rechten bekommen. Der EuGH entschied jedoch, die EU-Staaten könnten durchaus selbst gesetzlich entscheiden, wer nach dem Tod eines Künstlers Anspruch auf das Folgerecht habe. (SAZ, dpa)

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