Die Mitarbeiter der staatlichen Betreibergesellschaft AENA kündigten am Dienstag landesweite Arbeitsniederlegungen an insgesamt 22 Tagen zwischen April und August an.

Bislang hatten die Gewerkschaften lediglich mit einem 24-stündigen Ausstand am Gründonnerstag (21.4.) gedroht. Nun kommen unter anderen auch der Ostersonntag und der Ostermontag hinzu.

Der Protest richtet sich gegen die Pläne der sozialistischen Regierung, den Flughafenbetreiber AENA zu 49 Prozent zu privatisieren. Die zwei Großflughäfen Madrid Barajas und Barcelona El Prat sollen ganz in private Hände übergehen.

Die Gewerkschaften befürchten einen großen Stellenabbau. Zudem würden viele der rund 12.000 AENA-Mitarbeiter ihren Status als Beschäftigte des öffentlichen Dienstes verlieren.

Beide Seiten zeigten sich jedoch dialogbereit. "Es gibt genügend Zeit, eine Einigung zu erzielen", sagte ein Gewerkschaftssprecher. AENA-Präsident Juan Ignacio Lema warnte vor den Folgen eines Streiks: "Er könnte dem Tourismus schwer schaden." Zugleich lud er die Gewerkschaften für Donnerstag zu einer neuen Gesprächsrunde ein.

Zuletzt hatte Anfang Dezember 2010 ein wilder Streik der Flutlotsen den Luftverkehr in ganz Spanien für rund 20 Stunden lahmgelegt. Dieser Tarifkonflikt wurde jedoch kürzlich mit einem Schlichterspruch beigelegt. AENA betreibt alle größeren zivilen Flughäfen in Spanien. (SAZ, dpa; Foto: Air Berlin)