Streik! Madrid stinkt! Strassen gleichen Müllhalden! Muss Militär helfen?

Die Bürgersteige sind mit Essensresten, Plastiktütchen mit Hundekot und anderen Abfällen übersät. Die Streikenden, die mit dem Ausstand gegen eine Entlassung von Mitarbeitern protestieren, hatten zahllose Papierkörbe aus den Halterungen gerissen und den Inhalt über das Pflaster verstreut.

Sie setzten Dutzende von Altpapier-Containern in Flammen. Die Zeitung «El País» berichtete, bei einem Anhalten des Streiks müsse die Stadtverwaltung einen Gesundheitsalarm auslösen, weil dann die Gefahr der Ausbreitung von Ungeziefer und Krankheiten drohe. Die Straßenfeger hatten Anfang der vorigen Woche einen unbefristeten Streik begonnen, weil die mit der Stadtreinigung beauftragten Firmen 1100 der 6000 Beschäftigten entlassen wollen.

Die Unternehmen begründeten die Entlassungen damit, dass die Stadtverwaltung ihr Budget für die Straßenreinigung seit 2011 um 18 Prozent gesenkt habe und weitere Einsparungen vorsehe. Die Firmen schlugen vor, die Zahl der Entlassungen auf die Hälfte zu reduzieren und die Gehälter der Beschäftigten zu kürzen. Die Gewerkschaften wiesen den Vorschlag jedoch scharf zurück.

In der Kritik die Bürgermeisterin von Madrid, Ana Botella, die bereits durch ihre Inkompetenz bei der Vorstellung Madrids für die Olympischen Spiele aufgefallen war und sich weltweit durch ihre mangelnden Englischkenntnisse, die sie durch präpotentes Verhalten kompensieren wollte, lächerlich gemacht hat.