Die Bilanz 2009: Es gab es einen Toten und 47 Verletzte, davon zehn durch Hornstöße.

Mit dem Tod des 27 Jahre alten Daniel Jimeno aus Alcalá de Henares bei Madrid öffnete sich erneut die Debatte über die Sicherheit dieser Art von Stierspektakeln.

Seit 1922 gab es 15 Tote. Rund 500 Personen kümmern sich um die Sicherheit während der Stierrennen. "Es gibt Risiken, und wir müssen sie minimieren“, so die Stadt Pamplona.

Daniel starb an einem Hornstoss in den Hals. Der 515 Kilo schwere Stier "Capuchino“ hatte ihm die Lungen zerfetzt. Der junge Mann starb im Krankenhaus Virgen del Camino.

FORUM: Stierkampf – Kunst, Tradition oder ekelhaft – und was ist eigentlich "typisch spanisch"?

Die Stadt durchlebte eine Tragödie, aber am nächsten Tag liefen die Stierrennen weiter, als wäre nichts passiert.

Zu den traditionellen Gegnern der Stierrennen kommen diejenigen, die verstärkte Sicherheitsmaßnahmen fordern und die "Massifizierung" der Veranstaltung kritisieren.

Viele Einheimische aus Pamplona fordern gar, den Spieß umzudrehen. "Hier fehlt die Fähighkeit zur Selbskritik”, bemängelt Zeichner Jesús. "Wir sollten eine Kampagne starten, bei der wir an den Wert erinnern, den man hat, wenn man nicht mitläuft! Immerhin ist der Mensch immer noch über den Stier gestellt.“

Jonathan Torralba vom Tierschutzverband Anima Naturalis in Spanien hat nur eine Erklärung für das Stierrennen: "Hinter den San Fermínes steckt doch nur der Gedanke, Geschäfte zu machen.“ Viele Kritiker würden die Läufe am liebsten ganz abschaffen. (Foto: Sanfermines.net)