Julio Aparicio und José Tomás: Am Ostersonntag sind zwei Stierkämpfer bei Auftritten in der Arena verletzt worden.

In Madrid wurde der Torero Julio Aparicio in seinem ersten Kampf von dem Stier niedergeworfen und aufgespießt. Der 39-Jährige erlitt eine 25 Zentimeter tiefe Wunde am Oberschenkel und musste noch in der Arena Las Ventas unter Vollnarkose notoperiert werden.

Spanische Medien berichteten, Aparicio müsse mehrere Tage unter medizinischer Beobachtung bleiben.

In Málaga, im Süden des Landes, wurde der 32-jährige José Tomás in seinem zweiten Kampf niedergestoßen und musste wegen einer schweren Prellung am linken Bein behandelt werden. Er kämpfte dennoch weiter und feierte mit drei abgeschnittenen Stierohren einen triumphalen Auftritt.

Liebling der Dichter und Maler

FORUM: Stierkampf – Qual oder Ritual?

José Tomás gilt derzeit als unumschränkter Superstar in den Stierkampf-Arenen der Welt. Er ist für seinen riskanten Kampfstil bekannt. In fast jedem Kampf setzt er seine Gesundheit aufs Spiel. Er brachte es damit bis auf die Titelseite der Los Angeles Times. Nach fünf Jahren Ruhepause gelang dem 32 Jahre altne Tomás 2007 ein gefeiertes Comeback.

Er gilt als Liebling von Dichtern und Malern, die seinen Kampfstil als poetisch feiern. Tomás, so sagen sie, hat aus einem Touristenspektakel wieder das alte Ritual vom ewigen Kampf des Menschen gegen die Bestie gemacht.

(Foto: http://www.jose-tomasdemadrid.com/)