Stierkampf: “Historischer” Widerstand der Toreros

Stierkämpfer, Manager, Veranstalter und Züchter hatten sich auf eine gemeinsame Erklärung verständigt, die in den Arenen in Spanien, Portugal und Südfrankreich über Lautsprecher verlesen wurde. "Wir fordern die Anerkennung der persönlichen Freiheit, sich einen Stierkampf anzusehen", hieß es in dem Manifest der Stierkampf-Lobby.

Die Toreros sind nicht die einzigen, die sich gegen die Abschaffung des Stierkampfes in der wirtschaftsstärksten Region Spaniens zur Wehr setzen. Sie erhielten Unterstützung von der konservativen Volkspartei (PP), die das Verbot in Katalonien über eine Gesetzesinitiative im spanischen Zentralparlament in Madrid aushebeln will.

Das katalanische Regionalparlament hatte am Mittwoch entschieden, dass vom 1. Januar 2012 an in der Region im Nordosten Spaniens keine Stierkämpfe mehr stattfinden dürfen.

Der Beschluss schlägt knapp eine Woche später in den spanischen Medien noch immer hohe Wellen. Die Zeitung El Mundo stufte die beispiellose Protestaktion der Stierkämpfer als historisch ein.

Die Bürger reagierten dagegen ausgesprochen gelassen auf die Debatte über das katalanische Stierkampfverbot. Nach einer Umfrage der Zeitung El País haben 60 Prozent der Spanier ohnehin nichts für Stierkämpfe übrig. Allerdings ist die Mehrheit auch dagegen, den umstrittenen Brauch per Gesetz zu verbieten. (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

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