Dies geht aus einem Bericht hervor, den die Umweltschutzorganisation Ecologistas en Acción veröffentlichte.

Danach enthält die Atemluft von 87 Prozent der spanischen Bevölkerung mehr Schadstoffe, als nach den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen wird.

Lege man die weniger strengen Obergrenzen der EU-Gesetzgebung zugrunde, sinke der Anteil der betroffenen Bevölkerung auf 37 Prozent, heißt es in der Studie.

„Dies bedeutet immerhin, dass in Spanien 17 Millionen Menschen eine ungesunde und illegale Luft einatmen“, sagte der Sprecher der Organisation, Paco Segura. Nach seinen Angaben sterben in Spanien pro Jahr 20.000 Menschen vorzeitig an den Folgen der Luftverschmutzung.

Die Studie der Umweltschützer stützt sich auf Daten, die die Behörden der einzelnen Regionen erstellt hatten. Die größten gesundheitlichen Probleme bereiteten Staubpartikel, Ozon und Stickstoffdioxid.

Seit 2008 habe die Lage sich allerdings leicht gebessert, heißt es in dem Bericht. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Spanier infolge der Krise weniger mit dem Auto unterwegs seien und kleinere sowie umweltschonendere Fahrzeuge hätten.

Außerdem sei die Witterung relativ wechselhaft gewesen, so dass sich nicht so hohe Schadstoff-Konzentration ansammeln konnten.