Star-Architekt Calatrava: Polemik um Brücke in Venedig

Nach hefitger Kritik um sein neues Meisterwerk, die Brücke über den Canale Grande in Venedig, geht er jetzt in die Offensive.

Das in dieser Woche fertiggestellte Bauwerk sei als "Werk der Liebe zu Venedig und der italienischen Zivilisation" gedacht, sagte Calatrava in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der spanischen Zeitung "El País". 

"Das ist meine schönste Brücke", versicherte er. Die Behörden hatten nach heftiger Kritik an dem Bauwerk die offizielle Einweihungsfeier am 18. September abgesagt.

Der Bau aus Glas und Stahl war nicht nur wegen seines ultramodernen Aussehens in die Kritik geraten, sondern auch weil die Arbeiten mehr Zeit und Geld beanspruchten als geplant. Zudem wurde die Brücke als nicht behindertengerecht kritisiert. 

Die Polemik gegen seine Brücke sei "unnötig", urteilte Calatrava. Schließlich habe er seine Pläne vor Baubeginn auf dem Markus-Platz in Venedig ausgestellt und daraufhin keine Kritik geerntet. 

Die Ausführung und Dauer der Arbeiten habe nicht in seinen Händen gelegen. Die Arbeiter, die an dem Bau beteiligt waren, hätten jedenfalls eine richtige Einweihungsfeier verdient.

Calatrava sieht sich nicht zum ersten Mal in der Kritik. Insbesondere sein moderner Opernbau in Valencia geriet in die Schlagzeilen, nachdem dort Wasser eingedrungen war.