Spionageurteil gegen Renault – was wird aus Alonso?

McLaren hatte Renault unmittelbar nach seiner eigenen Verurteilung in der vergangenen Saison angezeigt. Renault hat bereits zugegeben, dass sein Ingenieur Phil Mackereth technische Daten und Desings von McLaren mitgebracht hatte und dass diese im Kollegenkreis eingesehen wurden. Unter anderem ging es um das Innenleben des Benzintanks.

Natürlich, so Renault, habe man davon niemals Gebrauch gemacht, sondern Mackereth sofort nach Bekanntwerden der Sache entlassen. McLaren behauptet, Renault habe Vorteile durch dieses Wissen erlangt.

McLaren-Mercedes war im September wegen Spionage gegen Ferrari hart bestraft worden. Unter anderem wurde die Konstrukteurs-WM aberkannt sowie eine Strafe von 100 Millionen Dollar verhängt.

Wird Renault am Donnerstag in Montecarlo vom Weltverband des Rennsports (FIA) empfindlich bestraft, könnte dies das Aus für Alonsos Engagement bei Renault bedeuten – der Asturier wird wohl kaum für ein Team fahren wollen, dessen Fahrer in der kommenden Saison mit einem Punktabzug starten müssen. Oder für ein Team, das ihm weniger Geld bezahlen kann, weil es eine saftige Strafe abdrücken musste. Alles das droht aber Renault, wenn das Gericht den Eindruck bekommt, dass das Team McLaren ausspioniert hat.

Am Mittwoch war berichtet worden, dass Formel-1-Macher Bernie Ecclestone Alonso bei Toyota sehen möchte. Die Japaner, die weltweit die meisten Autos verkaufen, haben nämlich angeblich die Nase voll von der Formel 1, die sie jedes Jahr einige hundert Millionen Euro kostet und wenig einbringt, schon gar keinen Ruhm.

Dies könnte sich ja mit Alonso ändern, so der clevere Bernie. Zumindest könnte er mit seinem Namen ein wenig Glanz in die Toyota-Hütte bringen und die finanzstarken Japaner bei Laune halten.