Spanische Modehersteller weltweit beliebt

Die Präsenz von Marken wie Zara oder Lotus war jedoch nicht immer in diesem Ausmaße vorhanden. Vor dem Beitritt Spaniens in die Europäische Union hatte der Textilsektor in Spanien kaum eine wirtschaftliche Bedeutung. Vielmehr wurde von der katholischen Kirche ein einheitlicher, schlichter Kleidungsstil gefordert. Daraus resultierend ergab sich eine überwiegend in schwarz gehaltene Kleidung.

Doch Zeiten können sich bekanntlich ändern. So gehört die Modemarke Inditex mittlerweile zu den bekanntesten Modemarken der Welt. Der Modekonzern betreibt heute über 5200 Läden in insgesamt 78 Ländern der Welt. Zu dem, von Amancio Ortega gegründeten, Unternehmen gehören zahlreiche bekannte Marken wie Zara, Massimo Dutti oder Pull and Bear. Neben den Läden vertreiben die Marken ihre Produkte mittlerweile auch zahlreich über das Internet, wodurch die Reichweite nochmals erhöht werden konnte. Vor allen in Asien konnte der Konzern in den letzten zwei Jahren starke Wachstumszahlen vorweisen. Ein Trend, für den aktuell noch kein Ende in Sicht ist.

Viele kleine Designer prägen den spanischen Modestil

Zara und Mango nehmen einen Löwenanteil des Umsatzes und der Bekanntheit auf dem spanischen Textilmarkt ein. Nichts desto trotz haben es in den vergangenen Jahren immer wieder junge, moderne Designer geschafft, den spanischen Modemarkt und dessen Anhänger zu begeistern. Jene überzeugen dann in der Regel durch ausgefallene und kreative Designs, welche sich von der ursprünglichen klassischen, eleganten spanischen Mode stark abgrenzen. Beispiele für diese jungen Modedesigner/-innen gibt es zahlreiche. Nichts desto trotz gibt es einige, auf die jeder Modefan einen Blick werfen sollte:

·         Maria Malo: Die leidenschaftliche Surferin hat mit ihrer Firma „Mala Mujer“ freche Kleidung für die moderne Frau entworfen. Einheitsmode gehört durch dieses Label der Vergangenheit an.

·         Patricia Rosales: Die in Almeria geborene Designerin überzeugt durch extravagante Schuhe, die lediglich aus den hochwertigsten Grundmaterialien wie Nappa- oder Krokodilleder gefertigt werden. Nicht ohne Grund zählen bereits bekannte Personen wie Heidi Klum oder Naomi Campbell zu ihren Kundinnen.

Neben den Modeketten Zara und Mango, sowie den vielen jungen Designern bietet die spanische Mode zudem noch einige bekannte Gesichter, die sich von der Größe her, zwischen den beiden genannten Gruppen platzieren. So ist die Mode von Angel Schlesser durch die besonders hochwertigen Stoffe und den perfekten Sitz am Körper bekannt. Beide Eigenschaften sorgen dafür, dass die Mode häufig in Modezeitschriften abgelichtet wird. Auch Extart & Panno schafft es seit 1988 jedes Jahr wieder eine attraktive Kollektion auf den Markt zu bringen. Besonders für mutige Frauen eignet sich die Mode von Emi Panno. Ebenfalls seit fast 30 Jahren tätig in der Branche ist Javier Samorra, welcher seine Modekollektionen häufig an seine Heimatstadt Barcelona anlehnt. Auch wenn die Mode jener Designer in der Regel in Spanien entworfen wird, ist es mittlerweile durchaus möglich sie auch in Deutschland zu erwerben. Sowohl in einigen Läden, als auch in zahlreichen Onlineshops.

Nicht nur im Kleidungssektor beliebt

Während in den letzten Jahren viele neue moderne Designer den spanischen Modemarkt geprägt haben, blickt die spanische Uhrenbranche auf eine lange Tradition zurück. Insbesondere durch die Traditionsmarke Lotus, welche vom Spanier Miguel Rodríguez gegründet wurde. Dieser übernahm 1984 die Schweizer Uhrenmarke Festina. In der Folge wurde die Festina Gruppe gegründet, welche bis heute in dieser Form Bestand hält. Durch den Hauptsitz in Barcelona pflegen viele Spanier noch heute eine enge Verbundenheit zu beiden Uhrenmarken.

 

Ähnlich wie Zara in der Textilbranche, haben die Marken ebenfalls erkannt, dass der Onlineabsatzmarkt auch für ihre Produkte essentiell sein wird. In der Folge lassen sich sowohl die Uhren von Lotus, als auch die Modelle von Festina im Internet erwerben. Wer also nicht extra nach Spanien reisen möchte, um eine spanische Uhr zu erwerben, der kann beispielsweise beim bekannten Onlineversandhaus OTTO unter https://www.otto.de/damenmode/kategorien/uhren/ebenfalls Modelle beider Hersteller erwerben. Im Vergleich zu teuren Schweizer Uhrenmarken wie Rolex oder Omega bieten die spanischen Hersteller auch Uhren zu günstigeren Preisen an. Nichts desto trotz steht insbesondere Lotus in Spanien als Symbol für Innovation und neue Designs.

Warum ist die spanische Mode weltweit so beliebt?

Ohne eine intensive Betrachtung wird schnell deutlich, dass die spanische Mode den beiden Modekönigen Italien und Frankreich dicht auf den Fersen ist. Zara, Massimo Dutti oder Mango haben dafür gesorgt, dass die spanischen Marken weltweit für Aufsehen sorgen. Die Gründe, warum die spanische Mode so beliebt ist, sind dabei schnell gefunden:

·         Moderne Modedesigner bringen stetig frische Modetrends auf den Markt.

·        Marken wie Lotus oder Festina schaffen es Tradition und Modernität miteinander zu kombinieren und so neue Trends zu setzen.

·        Marken wie Zara oder Mango bieten Mode, die eine große Masse an Menschen anspricht und gleichzeitig für diese auch zu bezahlen ist.

Es sind nur einige der vielen Gründe, warum Spanien es seit den 1980er Jahren geschafft hat, eine Modebranche ins Leben zu rufen, die auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus von großer Bedeutung ist. Die Entwicklungen der bekannten Marken wie Zara, Mango oder Massimo Dutti, aber auch die der nachrückenden, modernen Marken, werden zeigen, ob die spanische Modebranche es in naher Zukunft schaffen wird, die italienische oder französische Macht in der Modewelt zu durchbrechen.