Spanier hoffnungslos verschuldet, Schwarzarbeit blüht

"Spanien und seine Bürger sind im Ausland mit insgesamt 1,6 Billionen Euro bis unter die Halskrause verschuldet", schreibt die Zeitung La Vanguardia. "Dies ist die Achillesferse des Landes."

Die Zapatero-Regierung muss sich vorwerfen lassen, aus der Krise in Griechenland keine Lehren gezogen zu haben. Während Irland, Portugal und Griechenland strenge Sparprogramme zur Sanierung ihrer Finanzen beschlossen, spielt Madrid eher auf Zeit.

"Die Welt blickt auf Spanien und stellt fest, dass es weder eine Reform des Arbeitsmarkts noch des Finanzsektors gibt", sagte ein Anleger der Zeitung El País. "Es ist nicht so, dass aus Spanien schlechte Nachrichten kämen. Es gibt aber auch keine positiven Neuigkeiten."

Die wohl größte Schwachstelle der spanischen Wirtschaft ist die hohe Arbeitslosigkeit. Jeder fünfte Spanier im erwerbsfähigen Alter hat keinen Job. Die Arbeitslosenquote ist die höchste in Westeuropa.

Besucher des Landes bemerken davon allerdings kaum etwas. Kneipen und Restaurants sind gut besucht wie eh und je. In den Straßen Madrids sind weniger Bettler und Obdachlose zu sehen als beispielsweise in Berlin.

Dies liegt vor allem daran, dass die spanischen Familien wie ein soziales Sicherungsnetz funktionieren und Erwerbslose von ihren Angehörigen Unterstützung erhalten. Zudem lässt sich in Spanien so mancher Euro schwarz verdienen.

Abzüglich der Schwarzarbeit schätzen Experten die Arbeitslosigkeit nur auf acht Prozent – die restlichen 12 Prozent wollen die Beiträge ins staatliche Renten- und Gesundheitssystem Seguridad Social sparen. (SAZ, dpa)

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