Spaniens Studenten in Deutschland

Erasmus und die Euro-Krise

Die Euro-Krise hat jetzt auch spanische Studenten erreicht. Diejenigen von ihnen, die an einem Erasmusprogramm teilnehmen wollen, um ins europäische Ausland zu gehen, können nicht mehr mit großen Zuschüssen rechnen. Das wirtschaftlich angeschlagene Land hat diese nämlich kürzen müssen. Pro Auslandsmonat erhielten die jungen Spanier bisher bis zu 800 Euro. Für die Zahlungen war die jeweilige Heimatregion verantwortlich. Nun gleicht Spanien die Summe den anderen Ländern an. Das bedeutet, dass die finanzielle Förderung wesentlich knapper wird. Als Beispiel kann man deutsche Erasmusstudenten anführen, die eine monatliche Unterstützung von durchschnittlich 200 Euro erhalten. In den letzten Jahren schickte Spanien jeweils mehr als 36.000 Studenten ins Ausland und damit mehr als jeder andere Staat der Europäischen Union. Diese Tendenz wird nun definitiv reduziert, schließlich können nicht alle Familien ein Studium in einem anderen Land finanzieren. Viele Studenten wollen das kostspielige Abenteuer trotzdem wagen, da sie sich später bessere Jobchancen davon erhoffen.

Nebenjobs gefragt wie nie

Nach den Kürzungen besteht natürlich die Frage, welche Optionen die weltoffenen Studenten haben. Sie müssen wohl oder übel neben dem Studium arbeiten. Zwar ist das durch die sprachliche Barriere oft problematisch, doch in Deutschland haben EU-Bürger gute Chancen auf einen Nebenjob. Diese können genauso arbeiten wie deutsche Bürger und sich so auch das hiesige Studium finanzieren. Die Arbeitsämter sind bemüht, jedem Studenten einen passenden Job zu vermitteln. Egal, ob es sich dabei ums Kellnern, Dolmetschen oder Putzen handelt. Das bedeutet, dass den ausländischen Studenten genau wie den deutschen Bürgern flexiblere Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Sie brauchen nur in Einzelfällen eine Arbeitserlaubnis und können fast immer auf 400-Euro-Basis jobben. Das kommt vor allem den Studenten in Metropolen wie München, Köln, Hamburg oder Berlin zugute, denn dort sind die Lebenshaltungskosten bekanntermaßen besonders hoch. Denjenigen, die zurzeit auf Jobsuche sind, sei gesagt: Das Internet hilft oft weiter. Es existieren viele Portale wie Jobmensa, die aktuelle Stellenangebote publik machen. Hier findet Ihr auf jeden Fall in Berlin coole Jobs. Ansonsten kann man sich bei der Studentenberatung umhören oder einen Blick auf die Schwarzen Bretter der Uni werfen. Oft suchen junge Semester auf diesem Wege nach einem Nachhilfelehrer oder Dozenten nach einem Tutor.

Beliebte Studentenjobs für Ausländer
– Sprachlehrer
– Kurier
– Koch
– Kellner
– Babysitter
– Programmierer
– Pfleger
– Kassierer