Spaniens Marine nimmt Piraten fest, Schießerei, ein Toter

Die Seeräuber hatten zuvor versucht, einen unter panamaischer Flagge fahrenden Frachter zu überfallen, wie die spanische Verteidigungsministerin Carme Chacón in Madrid mitteilte. Dabei sei es zu einem Feuergefecht mit den bewaffneten Sicherheitsleuten des Frachters gekommen.

Die Piraten gaben daraufhin auf und flüchteten. Drei ihrer Boote wurden jedoch von der spanischen Fregatte „Navarra“ abgefangen, die sich an der EU-Marinemission „Atalanta“ beteiligt.

Die Soldaten nahmen sechs Seeräuber fest. An Bord eines der Boote entdeckten sie zudem die Leiche eines Siebten. Er sei vermutlich von den Schüssen der Wachleute des Frachters getroffen worden, hieß es.

Die Piraten wurden auf der Fregatte in Gewahrsam genommen. Sie sollen an Kenia oder die Seychellen übergeben und dort vor Gericht gestellt werden. In beiden Ländern könne mit einem fairen Prozess gerechnet werden, sagte die spanische Verteidigungsministerin.

Es ist bereits das dritte Mal in zehn Monaten, dass spanisches Militär Piraten vor Somalia festnimmt. Zwei von ihnen kamen in Spanien ins Gefängnis. Den beiden wird vorgeworfen, an der Entführung eines spanischen Fischtrawlers im Oktober 2009 beteiligt gewesen zu sein.

Die 36 Besatzungsmitglieder der „Alakrana“ (Bild) waren nach fast sieben Wochen gegen Zahlung eines Lösegeldes von 2,7 Millionen Euro freigelassen worden.  (SAZ, dpa)

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