Spanien gegen Türkei: Der Kampf um deutsche Urlauber

21,3 Milliarden Euro haben nach Berechnungen des Deutschen Reiseverbandes (DRV) allein die Reiseveranstalter im Ende Oktober abgelaufenen Tourismusjahr umgesetzt – zwei bis drei Prozent mehr als im Krisenjahr zuvor.

Und weil die Preise sanken, stieg die Zahl der Veranstaltergäste sogar um rund fünf Prozent auf mehr als 40 Millionen. "Das Tief ist endgültig überwunden", sagt der Chef der weltgrößten Reisemesse ITB, Martin Buck.

Für das kommende Jahr erwarten viele Experten Rekorde im deutschen Tourismus. In einer Umfrage des Travel Industry Clubs unter 500 Entscheidungsträgern der Branche gaben fast 70 Prozent an, dass die deutsche Reiseindustrie 2011 auf einen Rekord zusteuere. Dabei dürften die Reisenden nach Überzeugung der Manager angesichts stabiler Jobs und realer Lohnzuwächse deutlich mehr Geld für den Urlaub ausgeben.

Die Reisetrends der vergangenen Jahre werden sich nach Ansicht vieler Experten auch 2011 fortsetzen – vor allem die sogenannte West-Ost-Bewegung.

Statt Spanien oder Italien gewinnt immer mehr die Türkei als Mittelmeer-Ziel an Bedeutung. "Es ist eine große Herausforderung für Spanien, ob sie eine Strategie finden, wieder Marktanteile dazuzugewinnen", sagt Buck.

Ein Preiskampf gegen die deutlich günstigere Türkei scheide vermutlich aus. "Da wird es spannend sein zu sehen, was sich die Klassiker da einfallen lassen."

Schaufenster der Branche ist im März wieder die Reisemesse ITB in Berlin, zu der Buck erneut rund 11.000 Aussteller erwartet. (SAZ, dpa; Foto: Ximagenes)

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