Spanien bejubelt Milliarden-Kredit: “Sehr gute Zinsen”

Zuvor hatte die Ratingagentur Moody’s hat davor gewarnt, dass die schlechtere Bewertung der Kreditwürdigkeit hoch verschuldeter Staaten in Europa auch Auswirkungen auf deren Bankensysteme haben könnte.

Dieses Problem könnte sich von Griechenland auf Portugal, Spanien, Italien, Irland und Großbritannien übertragen, erklärte Moody’s. Für die Banksysteme bedeute dies "sehr reale, gemeinsame Risiken".

Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Staaten genauso wie von Unternehmen. Ihre Empfehlungen sind ein wichtiges Signal für die Händler an den weltweiten Märkten.

Bei unsoliden Finanzen verlangen sie von den Staaten höhere Zinsen für Kredite – als Preis für das erhöhte Ausfallrisiko.

Ratingagenturen hatten in den vergangenen Monaten die Kreditwürdigkeit von Griechenland, Portugal und Spanien herabgestuft, was die Kreditaufnahme für die Staaten deutlich teurer machte.

Spanien konnte am Donnerstag an den Märkten trotzdem 2,345 Milliarden Euro zu zufriedenstellenden Zinsen aufnehmen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Marktkreisen erfuhr.

Die Regierung in Madrid muss für die fünfjährige Anleihe demnach einen mittleren Zinssatz von 3,532 Prozent zahlen. Dies ist zwar deutlich mehr als bei Ausgabe der vorangegangenen Anleihe Anfang März, als die Kreditgeber nur 2,81 Prozent verlangt hatten.

In den Kreisen hieß es aber, "wir hätten nicht gedacht, dass das so gut läuft". Es war die erste Emission von spanischen Anleihen, seit die Agentur Standard  Poor’s in der vergangenen Woche die Kreditwürdigkeit Spaniens herabgesetzt hatte.

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