Spanien bedauert Contador: “Sperre ist wohl unvermeidbar”

Dies, so die Zeitung, zeige der Fall der Leichtathletin Josephine Onyia. Die Hürdenläuferin war ebenfalls positiv auf Clenbuterol getestet, dann aber vom spanischen Verband freigesprochen worden.

Der Freispruch war jedoch so schlecht begründet, dass der CAS die Entscheidung aufhob und eine zweijährige Sperre verhängte.

Contador muss in seinem Dopingverfahren vor dem RFEC glaubhaft machen, dass er keine verbotene Mittel eingenommen hat. Die Zeichen stehen für den Rad-Profi aber denkbar schlecht.

Er war bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt positiv auf Clenbuterol getestet worden. Und fast alle Sportler, bei denen dieses Kälbermastmittel nachgewiesen wurde, bekamen die vorgesehene Sperre von zwei Jahren aufgebrummt.

Contador beruft sich darauf, mit Clenbuterol verseuchtes Fleisch gegessen zu haben. Auf diese Argumentation hatten vorher auch schon andere Sportler zurückgegriffen, die positiv auf das Mittel getestet worden waren. Der Tischtennis-Profi Dimitrij Ovtcharov wurde vom Deutschen Tischtennis-Bund (DTTB) freigesprochen. Der italienische Radprofi Alessandro Colo erreichte, dass seine Sperre auf ein Jahr verkürzt wurde.

Zwischen diesen beiden Fällen und dem Contadors gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied: Ovtcharov und Colo hatten das Fleisch in China und Mexiko gegessen und nachweisen können, dass in diesen Ländern die Steaks häufiger Clenbuterol enthalten.

Contador behauptet dagegen, das Fleisch stamme aus Spanien, und dort sind solche Verunreinigungen extrem selten. (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

QUIZ: Wer hat Angst vor Cristiano Ronaldo? Das große Quiz!

QUIZ: Lionel Messi, Superstar! Wer kennt ihn wirklich?

ALLE TORE und TABELLEN: Spanische Liga Live

SAZ-FOREN: Sagen Sie Ihre Meinung!

#{fullbanner}#