Spanair wollte Flugzeug austauschen, dann wurde repariert

Spaniens Verkehrsministerin Magdalena Alvarez sagte im Untersuchungsausschuss im Parlament, Spanair hätte den Flughafen kurz vor dem Start darüber informiert, dass die Passagiere möglicherweise in eine Ersatzmaschine umsteigen sollten. Die Airline habe sich dann aber doch entschieden, die Unglücksmaschine starten zu lassen.

Der Pilot des für 13.00 Uhr vorgesehenen Fluges habe einen ersten Startversuch auf dem Rollfeld abgebrochen und war um 13.25 Uhr zum Gate zurückgefahren, erklärte Alvarez. Dort hätten Techniker einen "Defekt" an der Maschine repariert.

Spanair habe dennoch erwogen, die Maschine vom Typ MD-82 durch ein anderes Flugzeug zu ersetzen. Das Unternehmen habe sich schließlich jedoch dagegen entschieden, sagte die Ministerin. Um 14.23 Uhr habe der Flughafen dann grünes Licht für den Start gegeben, zwei Minuten später stürzte die Maschine beim zweiten Startversuch ab.

Die Maschine mit dem Ziel Gran Canaria war in der vergangenen Woche über die Rollbahn hinausgeschossen und in Flammen aufgegangen. An Bord waren 162 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder. 154 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, 18 Insassen überlebten das Unglück zum Teil schwer verletzt

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Foto: Ricardo Ricote/Flickr