Skandal in Spanien: König Juan Carlos verliebt in Corinna zu Sayn-Wittgenstein?

Fakt ist: Während Juan Carlos letzte Woche in Afrika Elefanten jagte, besuchte Königin Sofía ihre griechische Heimat. José Antonio Zarzalejos, ehemaliger Chefredakteur des monarchistischen Blattes «ABC», schrieb kürzlich in der Online-Zeitung «El Confidencial», der König lebe von Sofía «praktisch getrennt».

Die großen spanischen Zeitungen wie «El País» griffen die Berichte über angebliche Eheprobleme des Königspaars nicht auf. Die spanischen Medienhäuser sind bei Themen, die das Privatleben der Königsfamilie betreffen, traditionell sehr zurückhaltend.

Anders die internationale Presse, die diese Themen gerne aufgreift. Darunter auch die deutsche Bild-Zeitung. Das spanische Königshaus äußert sich zu den Berichten nicht.

Zitat Bild-Zeitung: „Immer wieder wurde die attraktive Blondine an der Seite des spanischen Königs gesehen, begleitete den König regelmäßig auf Auslandsreisen. Ihre Leidenschaft sind Jagen und Segeln, diese Hobbys teilt sie mit Juan Carlos. Es heißt, die beiden hätten sich einst bei einem Segel-Wettbewerb in Spanien kennengelernt.“

Im Mai 2006 sei der König zum ersten Mal öffentlich mit Prinzessin Corinna aufgetreten, die seit 2010 einen Wohnsitz in Madrid habe, der ganz in der Nähe vom Zarzuela-Palast liegt – dort lebt Juan Carlos mit seiner Gattin Sofia. Und: „In Afrika organisiert die Prinzessin regelmäßig Jagden für Millionäre und Adelige. Sie soll es auch gewesen sein, die die Elefanten-Jagd für Juan Carlos geplant hat.“

Die Entschuldigung des Königs zu seinem umstrittenen Jagdausflug ließ auch andere Fragen offen. Wofür hat Juan Carlos die Spanier genau um Entschuldigung gebeten? Aus seinen knappen Worten ging dies nicht hervor: «Ich bedauere das sehr, ich habe mich geirrt. So etwas wird nicht wieder vorkommen», hatte er beim Verlassen des Madrider Krankenhauses gesagt, in dem er an der Hüfte operiert worden war.

Wie aus dem Königshaus verlautete, bezog sich die Reue nicht auf den Jagdausflug als solchen. «Es ist nichts Schlechtes, nach Botsuana zu reisen», sagte der Sprecher. Vielmehr habe der Monarch deutlich machen wollen, dass die Reise in der Krisenzeit, die Spanien derzeit durchmache, nicht angebracht gewesen sei.

Mehrere Kommentatoren forderten den König auf, es nicht bei der Bitte um Pardon bewenden zu lassen, sondern auch praktische Konsequenzen aus der Affäre um die Elefantenjagd zu ziehen. Die privaten Reisen des Staatsoberhaupts dürften nicht mehr geheim gehalten werden, verlangte der Kolumnist Antoni Gutiérrez-Rubí in der Zeitung «El Periódico». Das Königshaus sollte auch seine Finanzen offenlegen. «El País» plädierte dafür, den gesamten Apparat des Königshauses von Grund auf zu modernisieren. (SAZ, dpa)