Sevilla: 30 Hausbesetzer-Familien weinend auf der Straße! “Corrala Utopía vorbei”

Die Räumung des Gebäudes, das die Besetzer «Corrala Utopía» (Wohnblock Utopie) genannt hatten, verlief nach Berichten des staatlichen Rundfunks RNE am Sonntag friedlich. Die Besetzer, zu einem großen Teil Frauen mit Kindern, verließen weinend das Haus in der andalusischen Hauptstadt.

Die Familien hatten den Wohnblock im Mai 2012 mit Unterstützung der Bewegung der «Empörten» besetzt. Die Sparkasse Ibercaja, der das Haus gehört, erwirkte vor Gericht einen Räumungsbefehl. Die Hausbesetzer wurden jedoch von der Polizeiaktion überrascht. Sie hatten darauf gehofft, dass die andalusische Regionalregierung und die Stadtverwaltung in Verhandlungen mit dem Geldinstitut eine einvernehmliche Lösung erzielen würden.

Die von den Sozialisten geführte Regionalregierung hatte eine Aussetzung des Räumungsbefehls gefordert. Wie die Nachrichtenagentur Europa Press berichtete, zogen die Besetzer nach der Räumung zur Kathedrale von Sevilla. Sie kündigten an, in dem Gotteshaus so lange bleiben zu wollen, bis eine Lösung für ihr Wohnungsproblem gefunden sei.