Semana Santa: Sevilla, Stierkampf und Flamenco

Die Stadt, die in einer weiten und fruchtbaren Ebene im Süden Spaniens eingebettet ist, wurde 712 von den Arabern erobert. Nachdem sie über mehrere Jahrhunderte von den Mauren beherrscht wurde, eroberte sie Ferdinand III. 1248 zurück. Von diesem Zeitpunkt an blieb sie im Besitz der christlichen Spanier.

Die durch schmale Gassen geprägte Altstadt lädt zum Bummeln und Träumen ein. Direkt im Zentrum ragt das Wahrzeichen der Stadt auf. Die Kathedrale La Giralda, ursprünglich eine Moschee, ist die schönste, gotische Kirche Spaniens und die drittgrößte Kathedrale der Welt.

Nicht weit davon entfernt liegt der maurische Palast Alcázar. Dieser beeindruckende, Prachtbau, dessen Grundmauern bereits im 9. Jahrhundert errichtet wurden, ist mit seinen herrlichen Sälen, großen Hallen und farbenfrohen Gärten ein absolutes Muss für jeden Touristen.

Die schöne Plaza de San Francisco trumpft mit beeindruckenden Gebäuden auf. In der ganzen Altstadt ist das orientalische Flair zu spüren, das über die Jahrhunderte hinweg erhalten geblieben ist und der Stadt seinen unverwechselbaren Charme verleiht.

Die Sevillanos verstehen es ausgelassen zu feiern. Zu den beliebtesten Festen zählen die Semana Santa und die Feria de Abril. Während der Osterwoche ziehen Prozessionen voller Pathos durch die Straßen.

Direkt im Anschluss beginnt am Montag in der Woche nach Ostern die Feria de Abril. Während dieser Frühlingsmesse laden über 1.000 Zelte auf dem Festgelände zu Speis, Trank und Tanz ein. Sevillanos in bunten Flamencokleidern und klassischen Trachten auf ihren Pferden beherrschen das Bild der Stadt. Stierkämpfe sind an der Tagesordnung, Sevilla ist eine der Hochburgen dieser Kunst.

Sevilla wird oft nachgesagt, die Wiege des Flamencos zu sein, denn hier liegen die Ursprünge dieser feurigen Musik. Im Flamenco sind die Einflüsse der verschiedenen Völkergruppen der Mauren, Griechen, Phönizier, Gitanos (Zigeuner) und Iberer vermischt.

Fotos: Wikipedia