Selección und Euro bärenstark: “Neues Vertrauen in Spanien”

Erstmals konnte bei einer Fußball-WM ein europäisches Team außerhalb Europas gewinnen, Spanien triumphierte. Auch der zweite Finalist, Holland, kam aus Europa. Und Deutschland wurde WM-Dritter.

Auch die europäische Währung, der Euro, ist wieder wer – auch dank Spanien. Schuldenkrise und Spekulation hatten der europäischen Gemeinschaftswährung zuletzt arg zugesetzt.

Nun kehrt laut den Analysten das Vertrauen zurück, dass Europa mit seinen Notfallpaketen die Probleme in den Griff bekommt. Das stärkt auch den Euro.

Das Dilemma begann im Herbst 2009, als Griechenland einräumen musste, dass seine Finanzen noch zerrütteter sind als befürchtet. Die neue griechische Regierung berichtigte Zahlen zu Schuldenstand und Neuverschuldung drastisch nach oben.

Seit Jahresbeginn gerieten auch andere hoch verschuldete und strukturschwache Euro-Länder wie Spanien und Portugal an den Märkten unter Beschuss. Der Euro stürzte um rund 30 Cent ab.

Dass die Vorzeichen für den Euro wieder besser sind, führen Ökonomen nicht zuletzt auf den gigantischen Rettungsschirm von Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) zurück. Auch der Sparkurs, den zum Beispiel die Regierungen in Athen und Madrid eingeschlagen haben, wird von den Märkten goutiert.

Hennig Klodt vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel meint: "Die Märkte sind offenbar nicht mehr so in Sorge um die Zukunft des Euro."

Für endgültige Entwarnung im Euroraum ist es nach Einschätzung des Kieler Ökonomen aber noch zu früh: "Die Schuldenkrise kann jederzeit vom Glimmen wieder in offenes Feuer umschlagen."

Dennoch schätzen Experten die Chancen für eine weitere Erholung der Gemeinschaftswährung als gut ein. "In den letzten Tagen hat der Euro wichtige Marken durchbrochen", sagt Marc Burgheim, Leiter der Devisenabteilung bei der BayernLB. Mittelfristig sieht Burgheim Luft nach oben bis rund 1,38 Dollar. (dpa, SAZ; Foto: Wikipedia)

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