Schweres Busunglück in Spanien

Wie der Fernsehsender RTVE berichtet, starben 10 der insgesamt 14 Opfer noch an der Unfallstelle. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Die anderen Opfer starben später im Krankenhaus und erlagen ihren schlimmen Verletzungen. Unter ihnen waren neun Frauen. Der Zustand von mindestens 15 Verletzten wird von den Ärzten als kritisch beschrieben, noch ist nicht klar, ob alle sich wieder erholen werden. Rund 30 Krankenwagen waren zur Unfallstelle geeilt. Den Einsatzkräften bot sich ein verstörendes Bild, zumal viele Opfer sich auf dem schwer zugänglichen Terrain nur schwer bergen ließen. 

Unfallursache weiter unklar

Noch ist unbekannt, wie genau sich der Unfall ereignet hat. Die Untersuchungen zur Ursache laufen weiter. Laut Aussage von Regierungsvertretern hat der Busfahrer den Unfall überlebt. Von ihm erhoffen sich die Ermittler jetzt Auskünfte zum genauen Unfallgeschehen, sobald dieser Vernehmungsfähig ist. Ein angeordneter Test auf Drogen und Alkohol war negativ ausgefallen und somit können diese Faktoren als Ursache ausgeschlossen werden. Laut unbestätigten Medienberichten gab der leicht verletzte Fahrer an, die Bremsen hätten versagt. Ob dies tatsächlich der Fall war, müssen weitere Untersuchungen klären. Der Bus wurde erst Tage vor dem Unglück einer ausführlichen technischen Überprüfung unterzogen.

Schwerster Busunfall seit über 10 Jahren

Organisiert hatte den Busausflug als Teil einer Pilgerreise eine Pfarrei für überwiegend junge Menschen. Diese hatten sich zuvor in Madrid versammelt, um einer Nonne die Ehre zu erweisen, die im Jahr 2003 heilig gesprochen worden war und bereits vor über 40 Jahren gestorben ist. Der Organisator der Fahrt, ein 36 Jahre alter Pfarrer, war ebenfalls unter den Opfern dieses tragischen Unglücks. Der Busunfall gilt als der schwerste seiner Art in Spanien seit über 10 Jahren und wird dementsprechend bestürzt von den Behörden und Medien aufgenommen.