Schuster kocht – und faltet Reals Stars zusammen

„Ich leide wie ein Hund nach einer Niederlage“, schrieb er seinen Schülern ins Gesangbuch, „dasselbe erwarte ich von Euch.“ Vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft gegen die technisch und taktisch bestenfalls durchschnittlichen Bremer verloren hatte, konnte Schuster nicht gefallen.

SAT-1-Experte Lothar Matthäus sagte nach dem Spiel: „Real war nicht auf dem Platz, sie wollten gar nicht gewinnen.“

Mit anderen Worten: Reals Spieler haben Schuster im eigenen Land tief blamiert. Schuster wird das nicht so schnell vergessen.

Sogar das Titelblatt der Sportzeitung „Marca“ widmet sich am Freitag diesem Thema und macht damit seinen Lapsus vom Vortag („Das wird schon wieder“) vergessen. Scheinbar hatten die Verantwortlichen der Real-nahen Zeitung Schusters Seelenlage verkannt. Sie dachten, er nähme die Niederlage in Bremen auf die leichte Schulter. Weit gefehlt.

Ohne Diego, Frings, Wiese und Borowski war Real gegen Bremen am Mittwoch eigentlich Favorit. Aber Werder gewann mit 3-2,  gegen die harmlosen Bremer hätte Real sogar noch mehr Gegentore einfangen können – aber Casillas verhinderte Schlimmeres.

Gewinnt Werder nun sein letztes Gruppenspiel in Piräus, dürfen sie weiter in der Champions League mitmischen, ansonsten geht es im UEFA-Cup weiter. Real spielt gegen Lazio, ein Unentschieden reicht zum Weiterkommen.