Frankfurt (ots) –

Haartransplantationen, neue Zähne oder Nasenkorrekturen – für kosmetische Eingriffe reisen Menschen immer öfter ins Ausland. Patient:innen locken vor allem niedrige Preise in die Türkei, nach Tschechien oder Thailand. Auch in Deutschland haben sich bereits 7 Prozent der Menschen ein oder mehrmals im Ausland einem kosmetischen Eingriff unterzogen [1]. Weitere 6 Prozent haben vor, sich im Ausland für die Schönheit unters Messer zu legen. 84 Prozent der Bundesbürger:innen haben bisher keine kosmetischen Eingriffe im Ausland durchgeführt und haben dies auch nicht vor. Das zeigt eine neue repräsentative Studie des digitalen Versicherungsmanagers CLARK (http://www.clark.de) in Zusammenarbeit mit YouGov.

Ergebnisse häufig nicht zufriedenstellend

Das Geschäft mit der Schönheit boomt im Ausland. Das türkische Statistikamt gibt an, dass 2021 rund 640.000 „Gesundheitstouristen“ in das Land gereist sind. Allein im ersten Halbjahr 2022 waren es schon fast 600.000. Doch wie zufrieden sind die Patient:innen mit ihren Eingriffen im Ausland? Von den Personen, die bereits einen oder mehrere Eingriffe außerhalb von Deutschland durchführen haben lassen, sind 59 Prozent mit der Behandlung und dem Ergebnis (eher) zufrieden. Das bedeutet aber auch, dass 40 Prozent der „Gesundheitstouristen“ sowohl mit Behandlung als auch Ergebnis (eher) unzufrieden sind.

Kosmetische Eingriffe mit Kostenrisiken verbunden

Ob im Ausland oder in Deutschland: Schönheitsoperationen und kosmetische Eingriffe sind in den meisten Fällen nicht notwendig und werden daher sowohl von den gesetzlichen als auch den privaten Krankenkassen nur in den seltensten Fällen übernommen. Für eine Kostenübernahme muss eine Diagnose vorliegen. Zusätzliche Kostenfallen lauern bei Komplikationen, die weitere ärztliche Behandlungen oder Eingriffe mit sich bringen. Hier werden häufig auch nicht alle Kosten übernommen und zusätzlich wird das Krankengeld für die Zeit der Behandlung zurückgefordert oder nicht genehmigt.

Bei Operationen im Ausland ist besondere Vorsicht geboten. Zum einen können ärztliche Standards häufig vorab nicht überblickend eingeschätzt werden. Zum anderen können Nachbehandlungen nicht immer sichergestellt werden. „Sollte die Operation im Ausland schief gehen, können schnell hohe Folgekosten auf die Betroffenen zukommen“, wissen die CLARK-Expert:innen. „Denn vor Ort können die Ärzte und Kliniken nicht so leicht haftbar gemacht werden. Es ist ratsam, sich vor geplanten Eingriffen unabhängig zu Anbietern und Tarifen beraten zu lassen, um den Versicherungsschutz auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.“

[1] Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 1061 Personen zwischen dem 07. und 13.09.2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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Quelle: ots