Schmugglerparadies Galizien: Polizei angelt dicke Beute

Die zahlreichen Meeresarme, so genannte Rias, wimmeln geradezu vor Schmugglerbanden, die in Motorbooten heiße Ware aus Südamerika über die Kapverdischen Inseln nach Europa einführen. 

Aufgrund der weiten Verzweigung der Rias ist es der Polizei so gut wie unmöglich, alle Operationen aufzudecken. 

Sollte es jedoch dazu kommen, müssen die Schmuggler schnell handeln. Nicht selten verlieren sie bei solchen Aktionen ihre komplette Beute.

Jetzt hat die spanische Polizei 3,5 Tonnen Kokain aus dem Meer gefischt, die eine Bande von Drogenschmugglern ins Wasser geworfen hatten. 

Die auf 124 Säcke verteilten Drogen seien bereits am Freitag vergangener Woche von Schmugglern vor der galizischen Küste ins Wasser geworfen worden, als ihnen Fahnder auf der Spur waren, teilte das spanische Innenministerin am Freitag in Madrid mit. 

Die Schmuggler hätten anschließend ihr Boot in Brand gesteckt. Acht mutmaßliche Mitglieder der Bande seien festgenommen worden. Unter ihnen seien auch der Anführer "Maultier" und zwei seiner Kinder.