Schießerei in Polop – Racheakt aus Eifersucht?

Mittlerweile vermutet man, dass die Schießerei nicht von Profis vorgenommen worden ist, sondern möglicherweise von einer oder mehreren Frauen, die in einem sentimentalen Konflikt zu Bürgermeister Alejandro Ponsoda standen.

Die beiden verwendeten Pistolen weisen die Kaliber 7,65 und 380 auf, womit es sich um kleine Modelle handelt. Auftragsmörder verwenden normalerweise wesentlich größere Schusswaffen; die beiden kleinen Pistolen werden hingegen gern von Frauen zur Selbstverteidigung benutzt und passen perfekt in jede Handtasche. Zwar bedeutet das nicht automatisch, dass der oder die Täter Frauen waren, bzw. Profikiller generell ausgeschlossen werden können, aber die Ermittler werden nun auch das Liebesleben von Ponsoda näher unter die Lupe nehmen müssen.

Die beiden Schüsse sind aus nur einem Meter Entfernung abgegeben worden, sodass die Möglichkeit besteht, dass der Bürgermeister den oder die Täter gesehen hat. Ponsoda ist nach wie vor sehr schwach, befindet sich aber auf dem Weg der Besserung und kann vielleicht schon in den kommenden Tagen seine Aussage machen. Dann wird sich möglicherweise zeigen, wer als Täter in Frage kommt, und welches Motiv dahinter steckt.

Unbekannte hatten am Freitagabend auf Bürgermeister Alejandro Ponsoda geschossen, als er seinen Wagen vor seiner Haustür parken wollte. Ein Schuss traf ihn direkt in den Kopf. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus Alicante eingeliefert. Zurzeit wird Ponsoda im Krankenhaus bewacht, da man davon ausgehen kann, dass der oder die Täter einen erneuten Anschlag verüben könnten.