Schäuble und Goethe vs. Spanien: “Vor der eigenen Tür kehren”

Denn die Spekulanten an den Finanzmärkten lassen einfach nicht locker. Der schwedische Ressortchef Anders Borg nennt sie "die Wolfsrudel", die die geschwächten Länder auseinanderreißen.

Zu den schwachen Ländern gehören Spanien oder Portugal, die jetzt wieder ins Visier der Märkte geraten sind. Langfristig wird entscheidend sein, ob die Staaten ihren Sparkurs durchhalten können.

Die Botschaft aus Brüssel lautet: Die EU ist solidarisch und lässt schwache Mitglieder nicht fallen. "Wir werden entschieden und koordiniert handeln, um das Finanzsystem des Euro-Raums zu sichern, falls es notwendig werden sollte", schrieben die Euro-Finanzminister in einer gemeinsamen Erklärung.

Doch von Solidarität ist derzeit wenig zu spüren. Die Schuldenkrise spaltet den Euro-Raum und verhärtet die Fronten. Diese verlaufen grob gesagt zwischen Schuldnern – wie Griechenland, Irland, Portugal und Spanien – und Gläubigern wie Deutschland.

Insbesondere Berlin ist in die Schusslinie geraten. Die Bundesregierung will private Anleger, also Investmentfonds und Banken, nach 2013 an der Sanierung von europäischen Krisenstaaten beteiligen – damit der Steuerzahler nicht die ganze Last schultern muss.

Seitdem heißt es, Deutschland verunsichere die Märkte. Daraufhin erwiderte Schäuble unwirsch: "Griechenland erfährt ja viel europäische und deutsche Solidarität, aber Solidarität ist keine Einbahnstraße, das sollte man auch in Griechenland nicht vergessen."

Er müsse seit Tagen die Unterstellung, Deutschland sei schuld an der Krise, "in der gebührenden Form höflich zurückweisen", sagte Schäuble und verwies auf ein Zitat von Johann Wolfgang von Goethe : "Ein jeder kehr‘ vor seiner Tür." (SAZ, dpa; Foto: Wikipedia)

QUIZ: Wer hat Angst vor Cristiano Ronaldo? Das große Quiz!

QUIZ: Lionel Messi, Superstar! Wer kennt ihn wirklich?

ALLE TORE und TABELLEN: Spanische Liga Live

SAZ-FOREN: Sagen Sie Ihre Meinung!

#{fullbanner}#